Adzukibohnen sind kleine, rote Bohnen mit einer milden, nussigen Süße. In Ostasien sind sie als Azuki oder Aduki bekannt und werden häufig in süßen Pastenfüllungen und Desserts verwendet – nicht zuletzt in der japanischen Anko, einer süßen roten Bohnenpaste, die Wagashi und Backwaren füllt. Obwohl die meisten Deutschen Kidneybohnen und Linsen kennen, ist die Adzukibohne eine spannende Alternative, die Protein, Ballaststoffe und ein vielseitiges Anwendungsspektrum vereint. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte, doch ihre milde Süße macht sie unter den getrockneten Bohnen einzigartig. Dieser Artikel gibt dir einen tiefgehenden Überblick über die Geschichte, Verwendung, Nährwerte, den Anbau und die Zubereitung von Adzukibohnen in deutschen Küchen.

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- Was sind Adzukibohnen?
- Geschichte und Herkunft
- Nährwerte
- Geschmack und Aroma
- Kulinarische Verwendung
- So bereitest du Adzukibohnen zu
- Gesundheitliche Vorteile
- Anbau und Ernte in Deutschland
- Aufbewahrung
- Verwechslungen und Qualität
- Nachhaltigkeit und Biodiversität
- Probiere dieses Rezept
- Ausstattung und Produkte
- Häufig gestellte Fragen
- Fakten über Adzukibohnen
Was sind Adzukibohnen?
Die Adzukibohne ist der Samen der Pflanze Vigna angularis. Die Pflanze ist einjährig und gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Im Gegensatz zu anderen Bohnen ist sie relativ niedrig und kompakt; wilde und kultivierte Formen werden meist zwischen 30 und 90 cm hoch, und es gibt sowohl Busch- als auch Klettertypen. Die Blätter sind dreiteilig und sitzen an langen Stielen, und die Pflanze bildet im Laufe des Sommers gelbe Schmetterlingsblüten. Nach der Blüte entwickeln sich schlanke Hülsen, typischerweise 5-13 cm lang, die 2-14 Samen enthalten. Die Samen sind klein (5-9 mm lang) und oval; die häufigsten Sorten sind rotbraun, es gibt aber auch weiße, schwarze und gescheckte Varianten. Diese kleinen Samen heißen auf Japanisch „azuki“ (小豆, was „kleine Bohne“ bedeutet), während im Englischen die Bezeichnung „adzuki“ verwendet wird.
Die Pflanzen sind selbstbestäubend und entwickeln sich in der frühen Wachstumsphase langsam. Normalerweise dauert es 80-120 Tage von der Keimung bis zur Reife, je nach Sorte und Klima. Adzukibohnen gedeihen in warmen Sommern, optimal zwischen 15 °C und 30 °C. Sie vertragen keinen Frost, und der Boden muss mindestens 6-10 °C warm sein, damit die Samen keimen. Die Pflanzen kommen mit Trockenheit zurecht, doch der Ertrag sinkt ohne gleichmäßige Feuchtigkeit stark. Sie fixieren Stickstoff mithilfe von Knöllchenbakterien, aber eine Impfung (Inokulation) kann den Ertrag steigern.

Geschichte und Herkunft
Domestizierung in Ostasien
Archäologische Funde zeigen, dass wilde Adzukibohnen in Ostasien bereits vor 10.000 Jahren gesammelt wurden, und die Domestizierung fand um 3000 v. Chr. in China und Japan statt. Der Name „adzuki“ ist eine Transliteration aus dem Japanischen und bezieht sich auf die rote Variante. Heute werden Adzukibohnen weltweit angebaut, doch Asien ist nach wie vor der Hauptproduzent. China hat die größte Anbaufläche, während auch Japan, Nordkorea, Südkorea, Australien, Thailand und die USA beträchtliche Mengen produzieren. In Japan ist die Adzukibohne nach der Sojabohne die zweitwichtigste Hülsenfrucht.
Symbolik und Esskultur
Adzukibohnen haben einen besonderen Platz in der ostasiatischen Esskultur. In China werden die roten Bohnen zu Hong Dou Sha verarbeitet – einer süßen Bohnenpaste, die Kuchen, Mondkuchen (Yuebing), Zongzi und Tangyuan füllt. In Japan werden die Bohnen zusammen mit Klebreis zu Sekihan gekocht und in Desserts wie Dorayaki, Daifuku, Monaka und Anpan verwendet. Die Bohnenpaste ist außerdem eine klassische Zutat in koreanischen und vietnamesischen Desserts. Traditionell symbolisieren die roten Bohnen Glück und werden zu festlichen Anlässen serviert, besonders zu Neujahr und bei Hochzeiten.

Nährwerte
Adzukibohnen sind nährstoffreich und fettarm. Eine Portion von 100 g gekochten Bohnen enthält nur etwa 128 kcal und unter 1 g Fett, liefert gleichzeitig aber einen soliden Beitrag an pflanzlichem Protein, Ballaststoffen und Mineralstoffen.
- Energie: ca. 128 kcal pro 100 g (gekocht)
- Protein: ca. 7,5 g pro 100 g
- Kohlenhydrate: ca. 25 g pro 100 g
- Ballaststoffe: ca. 7,3 g pro 100 g
- Fett: unter 1 g pro 100 g
- Mineralstoffe und Vitamine: reich an Folat, Mangan, Phosphor, Kalium, Kupfer, Magnesium, Zink und Eisen
Die Kombination aus hohem Protein- und Ballaststoffgehalt und vielen Mineralstoffen macht Adzukibohnen zu einer wertvollen Zutat in der pflanzenbasierten Küche. Die Ballaststoffe und der niedrige Fettgehalt sorgen zugleich dafür, dass sie gut sättigen, ohne viele Kalorien zu liefern.
Geschmack und Aroma
Der Geschmack der Adzukibohnen ist süßlich und leicht nussig mit einer weichen Textur. Sie harmonieren von Natur aus mit süßen und würzigen Zutaten. Klassische Kombinationen sind Kastanien, Rohrzucker, Kokos, Ingwer, Zitrus, Vanille und Sesam. In herzhaften Gerichten passen sie gut zu Reis, Zucchini, Süßkartoffeln, Aubergine und Kimchi.
Ein paar Küchentipps: Koche die Bohnen mit einem Stück Kombu-Alge, um den Mineralstoffgehalt zu erhöhen und die Verdaulichkeit zu verbessern. Koche die Bohnen nicht zu lange in säurehaltigen Flüssigkeiten wie Tomaten- oder Zitrussauce, da Säure die Bohnenschale härten kann – gib Säure und Salz stattdessen erst gegen Ende der Zubereitung hinzu.
Kulinarische Verwendung
Adzukibohnen haben einen milden, süßlichen und leicht nussigen Geschmack, der sie besonders für Desserts geeignet macht, doch die Bohnen eignen sich auch gut für herzhafte Gerichte. Man kann sie als ganze gekochte Bohnen essen, zu Püree zerdrücken oder zu knackigen Sprossen keimen lassen, und die jungen grünen Hülsen lassen sich wie Zuckerschoten als knackiges Gemüse verwenden.
In der deutschen Küche
In deutschen Küchen sind Adzukibohnen eine proteinreiche Ergänzung in Suppen, Chili und Salaten. Koche die Bohnen weich und vermische sie mit Sesamöl, Soja und Ingwer zu einem asiatisch inspirierten Salat, oder gib ganze gekochte Bohnen in Suppen und Eintöpfe, um den Proteingehalt zu erhöhen. Die Süße der Bohnen macht sie außerdem zu einer originellen Alternative beim gesunden Backen – zum Beispiel püriert mit Datteln und Kakao zu einer Browniecreme.
International
International ist die Adzukibohne vor allem aus Ostasien bekannt, wo sie mit Zucker zu Anko gekocht wird – einer dicken, süßen roten Bohnenpaste, die Wagashi wie Dorayaki, Daifuku und Mochi füllt. In Japan wird Sekihan (mit Adzukibohnen gekochter Reis) zu festlichen Anlässen serviert, in Korea sind die Bohnen Bestandteil des kalten Sommerdesserts Patbingsu, und in Vietnam werden sie in süßen Bohnensuppen verwendet.
Ideen für die Küche
- Koche die Bohnen weich, vermische sie mit Sesamöl, Soja und Ingwer und verwende sie in einem asiatisch inspirierten Salat.
- Püriere Adzukibohnen mit Datteln und Kakao zu einer gesunden Browniecreme.
- Koche die Bohnen mit Kokosmilch und Kardamom zu einem warmen Brei.
- Mache einen „Red Bean Hummus“, indem du gekochte Bohnen mit Tahin, Knoblauch und Zitrone pürierst.
- Gib ganze gekochte Bohnen in Suppen und Eintöpfe, um den Proteingehalt zu erhöhen.
So bereitest du Adzukibohnen zu
Getrocknete Adzukibohnen müssen vor der Verwendung eingeweicht und gekocht werden. Die Bohnen enthalten Antinährstoffe wie Phytate und Lektine, die die Aufnahme von Mineralstoffen hemmen können – diese werden durch Einweichen, Keimen oder Kochen deutlich reduziert. Rohe Bohnen sollten daher niemals gegessen werden.
Gesamtzeit: 8-13 Stunden
- Reinigen
Gib die Bohnen in ein Sieb und spüle sie unter kaltem Wasser ab. Entferne Steine, beschädigte Bohnen und Verunreinigungen.
- Einweichen
Lege die Bohnen in einen großen Topf, bedecke sie reichlich mit kaltem Wasser und lasse sie 8-12 Stunden ziehen. Das Einweichen verkürzt die Kochzeit, macht die Bohnen bekömmlicher und deaktiviert Antinährstoffe.
- Wasser wechseln
Gieße das Einweichwasser weg und spüle die Bohnen erneut. Fülle den Topf mit frischem Wasser, mindestens dreimal so viel wie die Bohnen.
- Kochen
Bringe das Wasser zum Kochen und lasse die Bohnen zugedeckt 45-60 Minuten köcheln, bis sie weich sind. Gib das Salz erst zum Schluss hinzu, da frühes Salzen verhindern kann, dass die Bohnen weich werden. Schöpfe zwischendurch bei Bedarf den Schaum ab.
- Schnellkochtopf (Alternative)
Alternativ lassen sich die Bohnen im Schnellkochtopf garen. Nach dem Einweichen und Abspülen werden sie etwa 20 Minuten bei hohem Druck gegart, danach lässt man den Druck natürlich abfallen.
- Aufbewahrung nach dem Kochen
Gekochte Bohnen halten sich im Kühlschrank 3-5 Tage oder lassen sich bis zu acht Monate einfrieren. Gefrorene Bohnen können direkt in Gerichten aufgetaut werden.
Möchtest du die Bohnen stattdessen keimen lassen, weichst du sie 8 Stunden ein und füllst sie in ein mit Mulltuch bedecktes Glas. Stelle das Glas schräg, damit das Wasser abtropfen kann, und spüle die Sprossen zweimal täglich. Nach 3-4 Tagen sind die Sprossen bereit für Salate und Sandwiches.
Gesundheitliche Vorteile
Antioxidantien und Darmgesundheit
Neben den Nährstoffen enthalten Adzukibohnen zahlreiche Antioxidantien, und Studien haben bis zu 29 verschiedene Antioxidantien-Verbindungen in den Bohnen identifiziert. Die hohen Mengen an löslichen Ballaststoffen und resistenter Stärke wirken als Präbiotika und können die Gesundheit der Darmflora verbessern, indem sie zu kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrat fermentiert werden. Die Forschung deutet außerdem darauf hin, dass die Bohnen die Blutzuckerkontrolle verbessern können, weil Ballaststoffe und bestimmte Proteine den Kohlenhydratabbau verzögern.
Sättigung und Mineralstoffe
Einige Studien deuten darauf hin, dass Adzukibohnen durch ein gesteigertes Sättigungsgefühl zur Gewichtskontrolle beitragen können. Die Bohnen sind reich an Folat, was während der Schwangerschaft wichtig ist, und sie enthalten Eisen, das zur Bildung roter Blutkörperchen beiträgt. Zugleich sind Adzukibohnen für den Magen oft bekömmlicher als viele andere Bohnen. Dieser Abschnitt ist keine medizinische Beratung.
Antinährstoffe
Wie alle Bohnen enthalten Adzukibohnen Antinährstoffe wie Phytate, Trypsinhemmer und Alpha-Galaktoside, die die Mineralstoffaufnahme verringern und Blähungen verursachen können. Durch Einweichen, Keimen oder Fermentieren der Bohnen vor der Zubereitung werden diese Stoffe erheblich abgebaut. Personen mit Risiko für Nierensteine sollten außerdem beachten, dass die Bohnen moderate Mengen an Oxalaten enthalten.
Anbau und Ernte in Deutschland
Adzukibønner kan dyrkes i Danmark med visse forbehold. Det kræver en varm vækstsæson og beskyttelse mod frost. Start indendørs i foråret og vælg en solrig, læfyldt placering.
So baust du Adzukibohnen an
Gesamtzeit: 80-120 Tage
- Vorkultur
Beginne die Vorkultur 3-4 Wochen vor dem letzten erwarteten Frost (typischerweise Mitte April). Lege die Samen 8-12 Stunden in lauwarmes Wasser und pflanze sie 2,5 cm tief in kleine kompostierbare Töpfe mit nährstoffreicher, gut durchlässiger Erde. Impfe die Erde gern mit stickstofffixierenden Bakterien.
- Abhärten
Nach der Keimung (7-20 Tage), wenn die Pflanzen 2-3 Blätter haben, werden sie schrittweise abgehärtet. Stelle die Töpfe eine Woche lang tagsüber geschützt nach draußen und hole sie nachts wieder herein.
- Auspflanzen
Wenn kein Nachtfrost mehr droht (normalerweise Ende Mai) und der Boden über 15 Grad warm ist, werden die Töpfe an einen sonnigen, geschützten Platz ausgepflanzt. Dünne auf ca. 45 cm Abstand aus und stütze Klettertypen mit einem Spalier oder Netz.
- Gießen und Düngen
Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber nie durchnässt, und gieße an der Bodenoberfläche, um Pilzbefall zu vermeiden. Da die Bohnen Stickstoff fixieren, benötigen sie nur wenig Dünger; vermeide zu viel Stickstoff.
- Pflege
Entferne Unkraut von Hand oder bedecke den Boden mit organischem Mulch, da das Wachstum anfangs langsam ist. Achte auf Schnecken und Blattläuse und sorge für eine gute Luftzirkulation.
- Ernte
Ernte grüne Hülsen etwa 70-90 Tage nach der Aussaat für die frische Verwendung. Möchtest du getrocknete Bohnen, lässt du die Hülsen hängen, bis sie beige und trocken sind (ca. 120 Tage), und erntest bei trockenem Wetter.
Wachstumsbedingungen
Adzukibohnen gedeihen am besten bei Temperaturen zwischen 15 °C und 30 °C und vertragen keinen Frost. In Deutschland bedeutet das, dass sie als Sommergemüse angebaut und am besten unter geschützten Bedingungen vorgezogen werden sollten. Der Boden sollte gut durchlässig und locker sein, mit einem pH-Wert von 5-7,5 und reich an organischem Material. Während der Wachstumssaison ist Wasser notwendig, doch Staunässe sollte vermieden werden; die Pflanzen kommen mit mäßigen Trockenperioden zurecht. Viele Sorten sind selbstbestäubend, doch Bienen und andere Insekten fördern eine gute Hülsenbildung. Die Pflanzen vertragen Halbschatten, doch volle Sonne bringt den besten Ertrag.
Aufbewahrung
Getrocknete Bohnen
Für getrocknete Bohnen müssen die Hülsen vollständig an der Pflanze trocknen, bis sie beige und knusprig sind. Ernte die Hülsen, brich sie vorsichtig auf, damit die Samen nicht verstreut werden, und trockne die Bohnen in einem belüfteten Raum nach. Bewahre sie in luftdichten Gläsern oder Stoffbeuteln an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort auf, wo sich korrekt getrocknete Adzukibohnen bis zu einem Jahr halten.
Gekochte Bohnen
- Kühle gekochte Bohnen schnell ab und bewahre sie in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank 3-5 Tage auf.
- Friere gekochte Bohnen portionsweise bis zu acht Monate ein – sie können direkt in Gerichten aufgetaut werden.
- Junge, grüne Hülsen werden zart geerntet und lassen sich wie Zuckerschoten dämpfen oder in Salate schneiden.
Verwechslungen und Qualität
Verwechslungsmöglichkeiten
Adzukibohnen werden oft mit roten Kidneybohnen verwechselt, doch botanisch sind sie verschieden. Die Kidneybohne (Phaseolus vulgaris) ist größer und roh giftiger, da sie hohe Mengen des Lektins Phytohämagglutinin enthält, das lange gekocht werden muss, um neutralisiert zu werden. Adzukibohnen sind kleiner (5-9 mm) und haben auf einer Seite einen weißen Streifen (Hilum). Eine weitere Verwechslung sind Mungbohnen (Vigna radiata), die grün sind und zum Keimen verwendet werden. Wähle Bohnen immer nach Art aus, besonders wenn du sie aus getrocknetem Zustand kochst, um eine fehlerhafte Zubereitung zu vermeiden.
Einkauf und Qualität
Adzukibohnen sind als getrocknete Bohnen in Reformhäusern, Asia-Supermärkten und online erhältlich. Wähle Bohnen, die in Farbe und Größe einheitlich sind, ohne Risse oder Anzeichen von Schimmel. Bio-Bohnen können teurer sein, werden aber ohne synthetische Pestizide angebaut. Bevor du fertige Bohnenpaste kaufst, solltest du die Zutatenliste lesen – manche Produkte enthalten große Mengen Zucker oder Zusatzstoffe. Auch in Dosen oder vakuumverpackte gekochte Bohnen sind erhältlich und praktisch für schnelle Gerichte.
Nachhaltigkeit und Biodiversität
Hülsenfrüchte wie Adzukibohnen sind ein wichtiger Teil nachhaltiger Lebensmittelsysteme. Sie fixieren Stickstoff und verringern den Bedarf an Kunstdünger, was den ökologischen Fußabdruck der Landwirtschaft senkt. In ökologischen Fruchtfolgen werden Bohnen zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit eingesetzt, und die Blüten der Bohnen ziehen Bestäuber an. Die Pflanzen lassen sich in Mischkulturen mit Mais oder Sorghum anbauen, was die Biodiversität erhöht. Durch den Anbau eigener Bohnen verringert man den Importbedarf und spart Transportenergie, und die getrockneten Bohnen lassen sich lange lagern, was Lebensmittelverschwendung reduziert.
Probiere dieses Rezept
Die nussige Süße der Adzukibohnen passt hervorragend in einen asiatisch inspirierten Salat, in dem Sesam, Soja und Ingwer rund um die Bohnen für Tiefe und Fülle sorgen. Serviere sie zusammen mit mariniertem, knusprigem Tofu in unserem Tofu aus dem Airfryer – knuspriger asiatischer Salat mit mariniertem Tofu für ein sättigendes, pflanzenbasiertes Gericht mit reichlich Protein.
Möchtest du den asiatischen Stil lieber knusprig und festlich halten, passen die Bohnen auch gut neben knusprigen Tempura-Garnelen.

Ausstattung und Produkte
Bei getrockneten Adzukibohnen erleichtert die richtige Ausstattung die Arbeit. Ein Schnellkochtopf verkürzt die Kochzeit von 45-60 Minuten auf etwa 20 Minuten, was praktisch ist, wenn du Bohnenpaste oder große Portionen zubereitest. Zur Aufbewahrung sind luftdichte Gläser die beste Wahl: Sie halten die getrockneten Bohnen bis zu einem Jahr trocken und dunkel und machen es leicht, den Vorrat im Blick zu behalten. Ein feinmaschiges Sieb oder Durchschlag ist außerdem unentbehrlich zum Abspülen und um Steine und Verunreinigungen vor dem Einweichen aufzufangen.
Häufig gestellte Fragen
Ja, aber sie brauchen einen warmen Sommer und eine frostfreie Periode von mindestens 100 Tagen. Beginne die Vorkultur im Haus und pflanze aus, wenn der Boden über 15 °C warm ist.
Es wird empfohlen, die Bohnen 8-12 Stunden einzuweichen, um die Kochzeit und die Antinährstoffe zu reduzieren. Kürzeres oder gar kein Einweichen ist möglich, erfordert aber eine längere Kochzeit.
Nein. Rohe Bohnen enthalten Antinährstoffe und Lektine. Sie müssen vor dem Verzehr immer durchgekocht oder gekeimt werden.
Adzukibohnen sind kleiner, süßer und gehören zur Art Vigna angularis, während Kidneybohnen größer sind, eine Nierenform haben und zu Phaseolus vulgaris gehören. Kidneybohnen müssen länger gekocht werden, um Giftstoffe zu neutralisieren.
Bewahre gekochte Bohnen in einem luftdichten Behälter 3-5 Tage im Kühlschrank auf oder friere sie portionsweise bis zu acht Monate ein.
Fakten über Adzukibohnen
| Feld | Wert |
|---|---|
| Deutscher Name | Adzukibohnen |
| Lateinischer Name | Vigna angularis |
| Familie | Hülsenfrüchtler (Fabaceae) |
| Pflanzentyp | Einjähriger Busch oder Kletterpflanze |
| Höhe | 30-90 cm |
| Winterhärte | Wärmeliebend; verträgt keinen Frost |
| Licht | Volle Sonne |
| Boden | Lockere, gut durchlässige Erde mit pH 5-7,5 |
| Aussaat/Pflanzung | Vorkultur im April; Auspflanzen bei Bodentemp. > 15 °C, 2,5 cm tief |
| Blüte | 30-40 Tage nach der Keimung |
| Ernte | 80-120 Tage nach der Aussaat; grünes oder trockenes Stadium |
| Geschmack | Mild, nussig und süßlich |
| Nährwerte (100 g gekocht) | 128 kcal, 7,5 g Protein, 7,3 g Ballaststoffe, unter 1 g Fett |
| Kulinarische Verwendung | Desserts, Bohnenpaste (Anko), Brei, Salate, Suppen |
| Einweichzeit | 8-12 Stunden |
| Kochzeit | 45-60 Minuten (ca. 20 Min. im Schnellkochtopf) |
| Aufbewahrung | Getrocknete Bohnen bis zu 1 Jahr; gekochte 3-5 Tage gekühlt, 8 Monate gefroren |