Lupinenbohnen, auch bekannt als Lupini, sind goldgelbe Samen verschiedener Arten aus der Gattung Lupinus (Hülsenfrüchtler). Sie sind größer und flacher als viele andere Hülsenfrüchte und zeichnen sich durch eine dicke Schale und ein festes, cremiges Inneres aus.

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Lupinenbohnen haben eine lange kulinarische Tradition im Mittelmeerraum und in der Andenregion und werden heute sowohl als Snack in Salzlake, als Zutat beim Kochen als auch als Mehl beim glutenfreien Backen verwendet. Sie gehören zu den proteinreichsten Hülsenfrüchten überhaupt, und die süßen, vorgekochten Lupini im Glas sind direkt aus der Lake verzehrfertig.
Wichtig: Viele Lupinen müssen eingeweicht, entbittert und gekocht werden, um bittere Alkaloide zu entfernen. Iss bittere Lupinenbohnen niemals roh und befolge stets eine sichere Zubereitungsmethode. Lupine ist zudem ein kennzeichnungspflichtiges Allergen in der EU.

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Geschichte und Herkunft
Was sind Lupinenbohnen?
Lupinenbohnen sind die reifen Samen von Lupinenpflanzen. Für Lebensmittel werden vor allem Arten wie Lupinus albus (Weiße Lupine), Lupinus angustifolius (Blaue oder Schmalblättrige Lupine) und Lupinus mutabilis (Anden-Lupine) verwendet. Die Samen sind typischerweise 1 bis 2 cm im Durchmesser, flach und goldgelb und werden oft ganz, in Salaten oder als Snack serviert.
Frühe Geschichte und Verbreitung
Lupinen werden seit der Antike gegessen, besonders im Mittelmeerraum, wo sie traditionell in Wasser entbittert wurden. In der Andenregion ist die Anden-Lupine (Tarwi oder Chocho) seit Jahrhunderten eine wichtige Proteinquelle. In jüngerer Zeit haben sich süße Lupinensorten mit geringerem Gehalt an Bitterstoffen stärker verbreitet und Lupine als Lebensmittel zugänglicher gemacht.
Geschmack und Aroma
Wenn Lupinenbohnen richtig eingeweicht und gekocht sind, haben sie einen milden, nussigen Geschmack und eine feste, fast fleischige Konsistenz. In Salzlake behalten sie einen knackigen Biss, der ein wenig an Oliven oder Edamame erinnern kann. Sind sie nicht richtig entbittert, können sie deutlich bitter schmecken, und das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass sie länger gewässert werden müssen.
Lupinenbohnen nehmen leicht Aromen von Gewürzen, Öl und Säure auf, und gerade deshalb funktionieren sie so gut in Marinaden und Laken. Der milde Grundgeschmack macht sie zu einer dankbaren Leinwand für Zitrone, Knoblauch und Kräuter.
Kulinarische Verwendung
Lupinenbohnen lassen sich ganz, gehackt oder als Mehl verwenden und passen sowohl zu klassischen Mittelmeergerichten als auch zur modernen pflanzenbasierten Küche. Ich mag sie besonders gern als proteinreichen Snack, aber sie machen sich genauso gut in sättigenden Salaten und Bowls.
In der deutschen Küche
In deutschen Küchen sind Lupinenbohnen noch immer eine etwas übersehene Zutat, doch sie gewinnen mit dem wachsenden Interesse an pflanzlichem Protein an Beliebtheit. Fertige Lupini aus dem Glas sind ein einfacher Tapas-Snack zu einem Glas Wein, und Lupinenmehl wird verwendet, um den Protein- und Ballaststoffgehalt in Brot, Brötchen und Pfannkuchen zu erhöhen. Sie lassen sich auch zerdrücken und mit Gewürzen zu kleinen pflanzlichen Frikadellen verrühren.
International
In den Mittelmeerländern werden Lupinenbohnen oft fertig in Salzlake als Snack verkauft, besonders in Portugal (Tremoços) und Italien (Lupini). In Lateinamerika wird die Anden-Lupine in Streetfood und traditionellen Gerichten verwendet. In der Lebensmittelindustrie wird Lupine zudem als Mehl in glutenfreien Produkten und in pflanzenbasierten Alternativen eingesetzt, wo Proteingehalt und Textur von Vorteil sind.
Zubereitungsmethoden
Wie du Lupinenbohnen verwendest, hängt davon ab, ob du mit trockenen Samen oder fertigen Bohnen aus dem Glas startest. Die fertigen musst du nur kurz abspülen und eventuell in Öl und Säure schwenken, während trockene Samen zuerst eingeweicht, entbittert und gekocht werden müssen.
- Snack in Salzlake: Serviere Lupinenbohnen mit Zitrone und Kräutern als Snack zu Getränken.
- Salate und Bowls: Schwenke die Bohnen in Salaten oder Bowls mit Gemüse, Kräutern und einem säuerlichen Dressing.
- Eintöpfe und Suppen: Verwende Lupinenbohnen als proteinreiche Einlage in Gerichten auf Tomatenbasis.
- Dips und Aufstriche: Püriere sie zu einem cremigen Dip mit Knoblauch, Zitrone und Olivenöl.
- Pflanzliche Frikadellen: Zerdrücke die Bohnen und verrühre sie mit Gewürzen und Gemüse zu kleinen Frikadellen.
- Backen und Pasta: Verwende Lupinenmehl, um Protein und Ballaststoffe in Brot, Brötchen, Pfannkuchen und glutenfreiem Teig zu erhöhen.
Nährwerte und Gesundheit
Lupinenbohnen sind bekannt für einen hohen Gehalt an Protein und Ballaststoffen und einen relativ niedrigen Gehalt an leicht verdaulichen Kohlenhydraten. Das macht sie interessant für Mahlzeiten, bei denen du mehr Sättigung und eine gute pflanzliche Proteinquelle möchtest.
Protein, Ballaststoffe und Mineralstoffe pro 100 g
Gekochte und abgetropfte Lupini gehören zu den proteinreichsten Hülsenfrüchten, die du finden kannst. Die genauen Werte variieren je nach Sorte und Zubereitung, aber als Richtwert liegen gekochte Lupinenbohnen typischerweise bei:
- Protein: etwa 15 bis 16 g pro 100 g (gekocht, abgetropft)
- Ballaststoffe: etwa 2 bis 3 g pro 100 g (trockene Samen enthalten deutlich mehr)
- Mineralstoffe: Beitrag an Mangan, Eisen, Magnesium, Kupfer und Kalium
- Kohlenhydrate: niedriger Gehalt an leicht verdaulichen Kohlenhydraten
Sättigung und pflanzliches Protein
Die Kombination aus Protein und Ballaststoffen trägt zu einem guten Sättigungsgefühl bei, und deshalb ist Lupine in pflanzenbasierten Alternativen und proteinangereicherten Produkten beliebt geworden. Beachte jedoch, dass Lupini im Glas einen hohen Salzgehalt haben können, sodass ein kurzes Abspülen vor der Verwendung eine gute Angewohnheit ist.
Zubereitung und Entbitterung
Lupinenbohnen müssen richtig behandelt werden. Süße Sorten und vorgekochte Lupini im Glas brauchen nur wenig oder gar keine Entbitterung, während bittere Lupinen ein längeres Auswässern über mehrere Tage benötigen, um bittere Alkaloide wie Lupanin zu entfernen. Befolge immer die Anleitung für die Sorte, die du hast, und schmecke dich zwischendurch heran.
So entbitterst du bittere Lupinenbohnen
Gesamtzeit: 3-7 Tage
- Einweichen
Sortiere die Samen und spüle sie gründlich in kaltem Wasser ab, und weiche sie 12 bis 24 Stunden in reichlich Wasser ein, sodass sie vollständig aufquellen.
- Entbittern und wässern
Lege die eingeweichten Bohnen in kaltes Wasser und wechsle das Wasser 2 bis 3 Mal täglich über 3 bis 7 Tage. Dieses wiederholte Wässern zieht die bitteren Alkaloide heraus.
- Kochen
Koche die Bohnen 1 bis 2 Stunden in frischem Wasser, bis sie weich sind. Verwirf das Kochwasser nach dem Kochen.
- Abschmecken
Probiere eine einzelne Bohne. Ist noch Bitterkeit vorhanden, setze das Wässern einige Tage länger fort. Die Bohnen sind fertig, wenn die Bitterkeit verschwunden ist, und können danach in Salzlake im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Süße Lupini und Abkürzungen
Hast du süße Lupinensorten, reicht ein Einweichen von 24 bis 48 Stunden gefolgt von einem Kochen von anderthalb bis zwei Stunden, wobei du zwischendurch abschmeckst. Die einfachste Abkürzung sind jedoch vorgekochte Lupini im Glas, die direkt aus der Lake verzehrfertig sind; spüle sie kurz ab, um den Salzgehalt zu reduzieren.
- Iss niemals rohe bittere Lupinenbohnen: Rohe Samen können unerwünschte Stoffe enthalten und schmecken bitter.
- Spüle eingelegte Lupinen ab: Fertige Bohnen in Lake können salzig sein; spüle sie kurz vor der Verwendung ab.
- Vermeide niedrige Hitze als einzige Methode: Eine Zubereitung bei zu niedriger Temperatur ist keine sichere Entbitterungsmethode für bittere Sorten.
Anbau
Für die essbare Produktion in Deutschland sind vor allem die Blaue Lupine (Lupinus angustifolius) und die Weiße Lupine (Lupinus albus) relevant. Lupinen gedeihen in der Sonne und in gut durchlässigem Boden und können den Boden zugleich durch Stickstoffbindung verbessern.
Wachstumsbedingungen
- Licht: Volle Sonne.
- Temperatur: Gedeiht in gemäßigtem Klima. Die Blaue Lupine verträgt kühlere Sommer besser als die Weiße Lupine.
- Boden: Gut durchlässiger, nicht zu kalkreicher Boden. Ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert ist oft am besten.
- Bewässerung: Gleichmäßige Feuchtigkeit während der Etablierung, aber Staunässe vermeiden.
- Höhe: Typischerweise 40 bis 60 cm je nach Sorte.
So baust du Lupinenbohnen Schritt für Schritt an
Gesamtzeit: 4-5 Monate
- Standort wählen
Wähle einen Standort in voller Sonne mit gut durchlässigem Boden und neutralem bis leicht saurem pH-Wert.
- Samen aussäen
Säe im Frühjahr direkt aus, wenn der Boden warm genug zum Keimen ist.
- Gießen und pflegen
Halte den Boden vor allem während Keimung und Blüte leicht feucht, aber vermeide Staunässe. Jäte Unkraut und achte auf Schnecken und Blattläuse.
- Ernten
Ernte, wenn die Hülsen trocken sind und die Samen rasseln. Trockne die Samen nach und drisch sie.
Lupinen tragen positiv zum Anbau bei, weil sie stickstoffbindende Wurzelknöllchen bilden und so die Fruchtbarkeit des Bodens verbessern können. Sie lassen sich in kühleren Klimazonen anbauen, in denen andere Proteinpflanzen schwerer zu kultivieren sind, und sie fügen sich gut in eine abwechslungsreiche Fruchtfolge ein.
Aufbewahrung
Die Aufbewahrung hängt davon ab, ob du trockene Samen oder fertig eingeweichte Bohnen hast. Trockene Samen halten sich lange, während zubereitete Bohnen Frischware sind, die in den Kühlschrank müssen.
Trockene Samen
Wenn die Hülsen trocken sind, können die Samen geerntet, nachgetrocknet und kühl und dunkel in dicht schließenden Behältern aufbewahrt werden. Trockene Samen halten sich monatelang, wenn sie frei von Feuchtigkeit gehalten werden.
Eingeweichte Bohnen und Lake
- Fertig eingeweichte Lupinenbohnen sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden, gern in Salzlake.
- Iss sie innerhalb eines kürzeren Zeitraums, typischerweise weniger Tage.
- Geöffnete Gläser mit Lupini werden im Kühlschrank aufbewahrt und zwischen der Verwendung dicht verschlossen.
Sicherheit und Allergie
Lupine ist eines der Allergene, die auf Lebensmitteln in der EU gekennzeichnet werden müssen. Manche Menschen mit Erdnussallergie können eine Kreuzreaktion gegenüber Lupine erleben, und deshalb sollte man besonders aufmerksam sein, wenn man eine bekannte Hülsenfrucht- oder Erdnussallergie hat.
- Alkaloide: Bittere Lupinen können hohe Mengen bitterer Alkaloide enthalten und erfordern gründliches Auswässern.
- Allergie: Lupine ist kennzeichnungspflichtig und kann bei manchen eine Kreuzreaktion mit einer Erdnussallergie auslösen.
- Salz: Lupinenbohnen in Lake können einen hohen Salzgehalt haben. Spüle sie ab, um die Salzmenge zu reduzieren.
- Zierlupinen: Zierlupinen aus dem Garten können einen sehr hohen Alkaloidgehalt haben und sollten nicht gegessen werden. Wähle immer als Lebensmittel gekennzeichnete Produkte.
Probiere dieses Rezept
Lupinenbohnen gehören auf das mediterrane Tapas-Buffet, wo ihr nussiger Biss mit Salz, Säure und knusprigen Beilagen spielt. Serviere sie neben knusprigen Patatas Bravas Tapas-Kartoffeln aus dem Airfryer für ein klassisches Tapas-Mahl, bei dem die Festigkeit der Bohnen die weichen Kartoffeln und die würzige Sauce ausbalanciert.

Ausstattung und Produkte
Der einfachste Weg zu Lupinenbohnen führt über fertige Produkte im Glas. Du findest eine Auswahl an Hülsenfrüchten und Gemüse in unserer Kategorie Gemüse im Glas und in der Dose, wo vorgekochte Lupini und andere Snack-Bohnen bereit sind, abgespült und in Öl, Zitrone und Kräutern geschwenkt zu werden.

Häufig gestellte Fragen
Nein, aber manche Sorten sind bitter und erfordern ein langes Auswässern, um sicher und mild zu werden. Befolge immer die richtige Zubereitung und iss niemals rohe bittere Bohnen. Süße und vorgekochte Lupini im Glas sind verzehrfertig.
Das liegt typischerweise daran, dass das Auswässern nicht lang genug war. Wechsle das Wasser häufig und setze die Entbitterung bis zu einer Woche fort, bis die Bitterkeit verschwunden ist.
Manche mit Erdnussallergie können eine Kreuzreaktion gegenüber Lupine bekommen. Lupine ist ein kennzeichnungspflichtiges Allergen, also solltest du bei einer Erdnussallergie besonders vorsichtig sein oder ärztlichen Rat einholen.
Gekochte und abgetropfte Lupinenbohnen gehören zu den proteinreichsten Hülsenfrüchten und liegen typischerweise bei etwa 15 bis 16 g Protein pro 100 g. Trockene Samen enthalten noch mehr pro 100 g.
Ja. Süße, vorgekochte Lupini im Glas sind entbittert und direkt aus der Lake verzehrfertig. Spüle sie kurz ab, um den Salzgehalt zu reduzieren, bevor du sie in Öl und Kräutern schwenkst.
Fakten über Lupinenbohnen
| Feld | Wert |
|---|---|
| Deutscher Name | Lupinenbohnen, Lupini |
| Lateinischer Name | Lupinus spp. (u. a. L. albus, L. angustifolius, L. mutabilis) |
| Familie | Hülsenfrüchtler (Fabaceae) |
| Pflanzentyp | Ein- oder mehrjährige krautige Pflanze je nach Art |
| Höhe | Typischerweise 40 bis 60 cm (manche Sorten höher) |
| Herkunft | Mittelmeerraum und Andenregion |
| Licht | Volle Sonne |
| Boden | Gut durchlässiger Boden, neutraler bis leicht saurer pH-Wert; sehr kalkreichen Boden vermeiden |
| Aussaat/Pflanzung | Direktsaat im Frühjahr, wenn der Boden warm genug ist |
| Blüte/Ernte | Ernte im Spätsommer, wenn die Hülsen trocken sind |
| Protein pro 100 g | Ca. 15 bis 16 g (gekocht, abgetropft) |
| Wichtige Nährstoffe | Protein, Ballaststoffe, Mangan, Eisen, Magnesium |
| Geschmack | Mild, nussig; bitter, wenn nicht richtig gewässert |
| Kulinarische Verwendung | Snack in Salzlake, Salate, Eintöpfe, Dip, Mehl zum Backen und für Pasta |
| Einweichzeit | Süße Sorten 24 bis 48 Stunden; bittere Sorten erfordern längeres Auswässern |
| Kochzeit | Typischerweise 1 bis 2 Stunden (hängt von Art und Größe ab) |
| Aufbewahrung | Trockene Samen in dichten Behältern; eingeweichte Bohnen in Salzlake im Kühlschrank |