Die Süßdolde, auch bekannt als Spanischer Kerbel oder Aniskerbel, ist ein markantes, mehrjähriges Küchenkraut mit einem verführerischen Lakritzduft. Im Frühjahr treibt sie eine üppige Rosette aus hellgrünen, farnähnlichen Blättern, und im Juni leuchten die hohen, weißen Doppeldolden über dem Beet. Die ganze Pflanze – von der Wurzel bis zum Samen – ist essbar und voller aromatischem Anethol, das ihr den charakteristischen Anisgeschmack verleiht.

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Die Süßdolde hat ihre Wurzeln in Südeuropa, wurde aber im Mittelalter von Mönchen in den Norden gebracht, die sie in Klostergärten als Küchen- und Heilkraut anbauten. Heute ist sie in dänischen Küchengärten fast vergessen, obwohl ihre milde Süße und frühe Ernte sie zu einem naheliegenden Begleiter für Rhabarber, Stachelbeeren und andere säuerliche Früchte macht.

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- Was ist die Süßdolde?
- Geschichte und Herkunft
- Geschmack und Aroma
- Kulinarische Verwendung
- Gesundheitliche Vorteile
- Anbau
- Aufbewahrung
- Verwechslungen und Qualität
- Nachhaltigkeit und Biodiversität
- Probiere dieses Rezept
- Ausstattung und Produkte
- Quellen und weiterführende Literatur
- Häufig gestellte Fragen
- Fakten über die Süßdolde
Was ist die Süßdolde?
Die Süßdolde (Myrrhis odorata) ist ein kräftiges, mehrjähriges Kraut aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Im Aussehen ähnelt sie dem Wiesenkerbel, unterscheidet sich aber durch ihren starken, anisartigen Duft, der freigesetzt wird, wenn man Blätter oder Samen zerreibt. Die Pflanze bildet früh im Frühjahr eine große Rosette aus weichen, hellgrünen Blättern; sie sind 2- bis 3-fach gefiedert und federartig mit kleinen, gesägten Fiederblättchen. Jeder Blattstiel hat an der Basis eine aufgeblähte Scheide – ein Merkmal, an dem sich die Süßdolde leicht erkennen lässt. Der Stängel ist hohl, leicht kantig und behaart, und die Pflanze kann eine Höhe von 80–150 cm bei einer Breite von 50–100 cm erreichen.
Von Mai bis Juli blüht die Süßdolde mit großen, weißen Doppeldolden aus zahlreichen kleinen Blüten. Die einzelnen Blüten sind fünfblättrig und etwa 5 mm breit, und die Blütendolden haben kleine, hängende Hüllblätter. Nach der Blüte entwickeln sich längliche, tief gerillte Früchte (Spaltfrüchte), die 15–25 mm lang und bei Reife dunkelbraun bis schwarz sind. Die Samen duften und schmecken kräftig nach Anis. Das Wurzelwerk besteht aus einer kräftigen Pfahlwurzel, die die Pflanze tief im Boden verankert und zu ihrer hohen Winterhärte beiträgt.
Botanisch gehört die Süßdolde zur selben Familie wie Pastinake und Möhre, doch in der Küche dient sie als süße Alternative zu Kerbel oder Anis. Der Geschmack stammt vom Anethol, einem flüchtigen Stoff mit Süße und Lakritznoten. Die ganze Pflanze ist essbar: Die jungen Blätter haben einen milden, süßen, lakritzartigen Geschmack; die Samen sind kräftiger und werden als Gewürz oder Süßigkeit verwendet; die Wurzeln lassen sich roh oder leicht gekocht essen. Weil die Blätter natürliche Zuckerstoffe enthalten, kann die Süßdolde den Bedarf an zugesetztem Zucker in Kompott und Desserts verringern.
Geschichte und Herkunft
Die Süßdolde stammt aus den bergigen Regionen Südeuropas, wurde aber früh in Nordeuropa eingeführt. Die Mönche brachten sie bereits im Mittelalter in die Klöster des Nordens, wo sie als Küchen- und Heilpflanze angebaut wurde. Auf den Färöern und in anderen nordatlantischen Gebieten findet man sie noch heute als Relikt aus den Klostergärten, besonders auf Tinganes in Tórshavn. In Dänemark wurde sie früher als Heilmittel gegen Masern, Windpocken und Asthma verwendet: Die Wurzeln wurden gekocht und eingenommen, während die Blätter wie Tabak geraucht wurden, um Husten zu lindern.
Die Süßdolde hatte auch einen Platz in der nordischen Gastronomie. In den Klostergärten des Mittelalters wurde sie verwendet, um den Geschmack bitterer Medizin zu mildern. Unreife Samen enthalten ein Anisöl, das zur Herstellung der dänischen Bonbons »Kongen af Danmark« genutzt wurde. Das Kraut wurde auch in Fruchtgrütze und Kompott verwendet, weil es den Säuregehalt senkt und Zucker spart. Unter Wikingern und Klosterleuten galt die Süßdolde als schützendes Mittel gegen Melancholie und Erschöpfung.
Geschmack und Aroma
Die Süßdolde hat einen milden, süßen Geschmack mit deutlicher Anis- und Lakritznote, ohne den bitteren Nachgeschmack, den viele andere lakritzartige Kräuter haben. Das Geschmacksrad reicht von Süße über Anis bis zu krautig-frischen Noten. Der delikate Geschmack stammt vom Anethol, das flüchtig ist und bei langem Garen verschwindet – füge die Blätter daher gegen Ende hinzu oder verwende sie roh.
Die Süßdolde passt besonders gut zu:
- Säuerliche Früchte: Rhabarber, Stachelbeeren, schwarze Johannisbeeren, Vogelbeeren und saure Äpfel
- Fisch und Meeresfrüchte: Lachs, Forelle, Kabeljau – die leichte Süße bildet einen Kontrast zu fettem Fisch
- Fleisch und Geflügel: Lamm, Schweinefleisch, Hähnchen; gehackte Blätter oder Samen in Marinaden geben Aroma
- Gemüse: neue Kartoffeln, Möhren, Rote Bete und Wurzelgemüse
- Desserts: Cremes, Panna cotta, Eis und Backwaren
Die Kombination mit sauren Zutaten verringert den Zuckerbedarf, was beim Einmachen und bei Desserts nützlich ist.
Kulinarische Verwendung
Die Süßdolde ist ein vielseitiges Küchenkraut, das sich als Gewürz, Gemüse und natürliches Süßungsmittel verwenden lässt. Die ganze Pflanze ist essbar: die jungen Blätter, Blütenstiele, Samen und Wurzeln. Weil die Blätter Anethol und natürliche Süßstoffe enthalten, können sie Desserts mild süßen, ohne allzu viele Kalorien hinzuzufügen.
In der dänischen und nordischen Küche
- Süße Kräuterbutter und Pesto: Blätter fein hacken und in Butter, Öl oder Frischkäse für eine milde Kräuterbutter einrühren. Blätter mit gerösteten Nüssen und Öl zu einem grünen Pesto mixen.
- Fruchtgerichte: Frische Blätter und grüne Samen als natürliches Süßungsmittel in Rhabarbergrütze, Stachelbeerkompott oder Apfelmus verwenden – sie verringern den Zuckerbedarf.
- Fleisch und Fisch: Gehackte Blätter in Marinaden für Lamm, Schweinefleisch oder Lachs mischen; der anisartige Geschmack sorgt für eine subtile Süße.
- Salate und Dips: Rohe Blätter in grüne Salate, Tzatziki oder joghurtbasierte Dips geben für eine süße und aromatische Nuance.
- Backen und Desserts: Samen oder Blätter in Kuchen, Scones oder Kekse geben für ein lakritzartiges Gebäck; die Blätter zum Süßen von Pfannkuchen und Waffeln verwenden.
Internationale und moderne Verwendung
In der französischen Küche ist die Süßdolde Teil der Gewürzmischung »fines herbes« zusammen mit Petersilie, Schnittlauch und Estragon. Sie wird auch in Likören wie Chartreuse und in skandinavischem Aquavit verwendet. Heute wird die Süßdolde vor allem von Enthusiasten der neuen nordischen Küche geschätzt, wo sie in Desserts, Kräuterbutter, beim Einmachen und in Schnaps zum Einsatz kommt.
Die grünen Samen gelten als Delikatesse und haben eine intensive Süße; Kinder essen sie gern wie Bonbons. Die Samen lassen sich auch wie säuerliche Kapern einlegen, und die Wurzeln können fermentiert oder für eine lakritzartige Note in Kimchi verwendet werden.
Gesundheitliche Vorteile
Die Süßdolde wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Pflanzenheilkunde verwendet. Die moderne Forschung ist begrenzt, doch viele der aktiven Wirkstoffe sind identifiziert. Die Blätter und Samen enthalten Anethol, einen aromatischen Stoff mit antimikrobiellen und antioxidativen Eigenschaften. Sie sind außerdem reich an den Vitaminen A und C sowie den Mineralstoffen Kalzium, Eisen und Kalium.
Mögliche Gesundheitsaspekte
- Verdauungsfördernd: Die Süßdolde wirkt leicht karminativ; Tee aus den Samen wird traditionell verwendet, um Blähungen, Krämpfe und Flatulenz zu lindern.
- Unterstützung der Atemwege: Die Samen werden in Tonika gegen Husten und Asthma eingesetzt, wobei die mild schleimlösende Wirkung hilft, Schleim zu lösen.
- Blutreinigend und harntreibend: In der Kräutermedizin wird die Süßdolde als mildes Reinigungsmittel verwendet, das die Nierenfunktion anregt.
- Antiseptisch: Anethol und andere ätherische Öle sollen antiseptisch wirken, und frische Blätter wurden traditionell auf Wunden gelegt, um Infektionen zu verhindern.
Es ist wichtig zu betonen, dass diese Wirkungen hauptsächlich auf traditioneller Anwendung beruhen; wissenschaftliche Belege sind spärlich. Die Süßdolde gilt in kulinarischen Mengen allgemein als sicher, doch Schwangere sollten wegen möglicher hormoneller Wirkungen Vorsicht walten lassen, und Personen mit einer Allergie gegen Doldenblütler sollten zunächst kleine Mengen testen.
Traditionelle Verwendung
Im Mittelalter wurde die Süßdolde in Klostergärten als Heilpflanze angebaut. Die Wurzeln wurden als Absud gegen Masern und Windpocken verwendet, und die Blätter wurden wie Tabak gegen Asthma geraucht. In der Volksmedizin wurden die Wurzeln in Wein oder Wasser als stärkendes Tonikum gekocht. Die Süßdolde war auch als »Kongen af Danmark« bekannt, weil das Öl aus den unreifen Samen in den berühmten Lakritzbonbons gleichen Namens verwendet wurde. Die Mönche nutzten das Kraut, um bittere Kräuter und Medizin bekömmlicher zu machen.
Anbau
Die Süßdolde ist winterhart (H7) und kann bei richtiger Pflege 10–15 Jahre leben. Sie lässt sich leicht sowohl im Garten als auch im Balkonkasten anbauen und belohnt Jahr für Jahr mit einer frühen Ernte.
Wachstumsbedingungen
Die Süßdolde gedeiht am besten in feuchter, nährstoffreicher Humuserde, ist aber gegenüber den meisten Bodentypen tolerant, solange der Boden nicht ganz austrocknet. Sie kommt sowohl mit voller Sonne als auch mit Halbschatten zurecht; in Dänemark sorgt ein Standort im leichten Schatten unter Obstbäumen oder Sträuchern für den besten Geschmack und eine längere Erntesaison. Der pH-Wert des Bodens kann leicht sauer bis neutral sein (pH 6–7). Mit ihrer kräftigen Pfahlwurzel lockert die Pflanze den Boden und holt Nährstoffe aus tieferen Schichten, weshalb sie sich gut als Bodenverbesserer eignet.
So baust du die Süßdolde an
Gesamtzeit: 2-3 Jahre bis zur vollen Etablierung
- Samen säen oder stratifizieren
Süßdoldensamen sind kältebedürftig und keimen am besten, wenn sie im Herbst frisch 1 cm tief gesät werden. Alternativ stratifiziert man die Samen 4-6 Wochen lang in feuchtem Sand im Kühlschrank vor der Frühjahrsaussaat.
- Etablierte Pflanzen teilen
Die Pflanze lässt sich auch durch Teilung der Wurzelballen im zeitigen Frühjahr oder Herbst vermehren. Teile die Wurzel in Abschnitte mit mindestens einer Wachstumsknospe und pflanze sie im Abstand von 60-90 cm.
- Standort wählen
Wähle einen Platz mit feuchtem, humusreichem Boden und Halbschatten. In sonnigen Gärten muss der Boden konstant feucht gehalten werden, damit die Blätter nicht vergilben.
- Gießen und düngen
Gieße regelmäßig, besonders in trockenen Perioden, und lege eine Schicht organischen Mulch um die Wurzeln, um die Feuchtigkeit zu bewahren. Gib im Frühjahr Kompost hinzu.
- Blüte steuern
Entferne einige Blütenstände vor der Blüte, um das Blattwachstum zu verlängern, aber lass einzelne stehen, wenn du Samen ernten oder Bestäuber anlocken willst.
Die Süßdolde ist sehr winterhart und braucht keinen zusätzlichen Winterschutz. Im Winter sterben die oberirdischen Teile ab; neue Triebe erscheinen im März-April. In Töpfen sollten die Pflanzen frostfrei aufgestellt und sparsam gegossen werden.
Aufbewahrung
Blätter kannst du bereits im ersten Jahr der Pflanze ernten. Am besten erntet man sie von April bis Juni vor der Blüte, um den intensivsten Lakritzduft zu erhalten. Schneide die äußeren Blätter mit einer sauberen Schere ab; lass die Mitte der Rosette stehen, damit die Pflanze weiterwachsen kann. Die Samen sind im August reif, wenn sie sich von Grün zu Dunkelbraun verfärben; pflücke sie vorsichtig, bevor sie abfallen. Die Wurzeln lassen sich im Herbst ausgraben; schrubbe sie sauber und verwende sie roh oder leicht gekocht.
So bewahrst du die Süßdolde auf
- Frische Blätter werden sofort nach der Ernte verwendet; in einem luftdichten Beutel mit feuchtem Küchenpapier halten sie sich im Kühlschrank ein paar Tage
- Die Blätter lassen sich gehackt in Olivenöl in Eiswürfelbehältern einfrieren
- Samen und Blätter werden in einem belüfteten, schattigen Raum getrocknet und behalten ihren Geschmack 6–12 Monate in dicht schließenden Gläsern
- Die Wurzeln werden in Sand an einem kühlen Ort aufbewahrt
Verwechslungen und Qualität
Die Süßdolde kann mit anderen Doldenblütlern verwechselt werden, die entweder ungenießbar oder giftig sind. Zu den häufigsten Verwechslungen gehören:
- Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris): Ähnelt der Süßdolde in der Wuchsform, aber ihm fehlt die aufgeblähte Blattscheide an der Basis und er hat keinen Anisduft. Die Blätter sind feiner, und die Pflanze ist meist niedriger.
- Gefleckter Schierling (Conium maculatum): Hat glatte, purpurfleckige Stängel und einen unangenehmen Geruch statt Anis. Diese Art ist tödlich giftig und sollte gemieden werden.
- Safran-Rebendolde (Oenanthe crocata): Hat glänzende, dunkelgrüne Blätter und wächst in Feuchtgebieten; sie verströmt einen möhrenartigen Geruch, ist aber stark giftig.
Die sichere Identifikation beruht auf dem kräftigen Anisduft, der großen aufgeblähten Blattscheide und den langen, gerillten Samen. Beim Kauf von Pflanzen oder Samen solltest du ökologische und krankheitsfreie Exemplare von zuverlässigen Anbietern wählen. Qualitätsblätter sind frisch, hellgrün und ohne Verfärbungen; Samen sollten prall und wohlriechend sein.
Nachhaltigkeit und Biodiversität
Die Süßdolde ist eine wertvolle Pflanze in ökologischen und regenerativen Systemen. Sie ist mehrjährig und produziert viel Biomasse, was zur Kohlenstoffbindung und Bodenstruktur beiträgt. Die tiefen Wurzeln holen Nährstoffe aus dem Untergrund und verbessern die Fruchtbarkeit des Bodens. Die Pflanze blüht früh und ist reich an Nektar und Pollen, was Bienen, Schwebfliegen und Schlupfwespen unterstützt. Sie dient auch als dynamischer Akkumulator; ihre Blätter lassen sich als Gründünger verwenden.
Im Garten kann sich die Süßdolde allerdings durch Selbstaussaat ausbreiten. Um eine unerwünschte Ausbreitung zu verhindern, kannst du die Blütenstände vor der Samenbildung abschneiden oder die Samen systematisch ernten. Da die Pflanze 10–15 Jahre leben kann, ist sie ein stabiler Teil mehrjähriger Beetsysteme. Ihre Winterhärte bedeutet, dass du den Kauf importierter Anissamen oder Gewürze reduzieren kannst, was den ökologischen Fußabdruck verringert.
Probiere dieses Rezept
Die größte Stärke der Süßdolde in der Küche ist ihre Fähigkeit, säuerliche Früchte ohne zugesetzten Zucker zu süßen. Ein paar fein gehackte Blätter, die vor dem Garen unter Rhabarber gehoben werden, sorgen für eine natürliche Süße und eine feine Anisnote. Streue sie doch einmal über Gebackener Rhabarber im Airfryer – säuerlich-süß und in 22 Minuten fertig, wo die Lakritznote der Süßdolde die frische Säure des Rhabarbers hervorhebt.
Ausstattung und Produkte
Hast du keine Süßdolde im Garten, kannst du mit einer guten Gewürzmischung eine ähnliche krautige Tiefe erzielen. Eine Mischung aus getrockneten Kräutern und Gewürzen hebt dieselben süßen, aromatischen Noten in Fleisch und Gemüse hervor. Wir empfehlen Ild og urter Vestjyske Delikatesser als vielseitige Alternative für die tägliche Küche.
Quellen und weiterführende Literatur
- Regenerativt Landbrug: detailliertes Anbauprofil der Süßdolde mit Angaben zu Aussehen, Anbau, Ertrag, Schädlingen und Mischkultur.
- HaveABC: historische und botanische Beschreibung des Spanischen Kerbels, seiner südländischen Herkunft und Verwendung in den Klostergärten des Mittelalters.
- Havenyt: Artikel über Gartenkerbel mit einem Abschnitt über den Spanischen Kerbel als den »spanischen Vetter« und seine Verwendung als Aromageber und Süßungsmittel.
- NatureGate (LuontoPortti): botanische Angaben zu Myrrhis odorata – Höhe, Blätter, Blüten, Früchte und Habitat.
- Herb Society UK: Blogbeitrag über Sweet Cicely mit Identifikation, Anwendungen und Anbautipps.
- Neantog Farm: Artikel über die kulinarischen und medizinischen Anwendungen von Sweet Cicely, einschließlich Vitamin- und Mineralstoffgehalt, den Eigenschaften des Anethols und der traditionellen Verwendung.
- Historische Quellen: »Færøernes ældste kulturplanter« beschreibt, wie der Spanische Kerbel im Mittelalter in den Norden eingeführt wurde und noch heute als Relikt in Klostergärten zu finden ist.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Die Pflanze ist sehr winterhart (H7) und übersteht die dänischen Winter problemlos. Sie stirbt im Winter ab, treibt aber im Frühjahr wieder aus.
Die Süßdolde gedeiht im Halbschatten bis zur vollen Sonne. Sie bevorzugt feuchten, nährstoffreichen Boden, weshalb ein Standort unter leicht schattigen Bäumen gute Bedingungen bietet.
Die Süßdolde ist in normalen Speisemengen allgemein sicher und enthält Nährstoffe wie die Vitamine A und C sowie Anethol. Personen mit einer Allergie gegen Doldenblütler sollten jedoch vorsichtig sein, und Schwangere sollten den Verzehr einschränken, da Anethol hormonelle Wirkungen haben kann.
Schneide die Blütenstände vor der Samenbildung ab oder ernte die Samen, sobald sie reifen. Du kannst die Süßdolde auch in einem großen Topf anbauen, um Selbstaussaat zu verhindern.
Unreife, grüne Samen isst man als süßen Snack oder nutzt sie zum Süßen von Fruchtgerichten; reife Samen werden getrocknet und als Gewürz in Brot, Kuchen oder Schnaps verwendet.
Fakten über die Süßdolde
| Feld | Wert |
|---|---|
| Deutscher Name | Süßdolde (Spanischer Kerbel, Aniskerbel) |
| Lateinischer Name | Myrrhis odorata |
| Familie | Doldenblütler (Apiaceae) |
| Pflanzentyp | Mehrjähriges Kraut |
| Höhe | 80–150 cm (bis zu 200 cm unter idealen Bedingungen) |
| Breite | 50–100 cm |
| Winterhärte | H7 – sehr winterhart in Dänemark |
| Licht | Volle Sonne bis Halbschatten |
| Boden | Feuchte, nährstoffreiche Humuserde – tolerant gegenüber den meisten Bodentypen |
| Aussaat/Pflanzung | Samen frisch im Herbst säen oder stratifizieren; Wurzelteilung im Frühjahr/Herbst |
| Blüte | Mai–Juli; weiße Doppeldolden |
| Ernte | Blätter: April–Juni; Samen: August; Wurzeln: Herbst |
| Geschmack | Süß, anis- und lakritzartig, leicht krautig |
| Kulinarische Verwendung | Süßungsmittel für Obst, Salate, Pesto, Marinaden, Backwaren und Likör |
| Aufbewahrung | Frische Blätter schnell verwenden; können in Öl eingefroren werden; Samen und Blätter trocknen; Wurzeln in Sand aufbewahren |