Kamille ist eines der ältesten Heilkräuter, die der Mensch kennt. Sie wird seit Jahrtausenden über Kulturen hinweg verwendet — vom alten Ägypten, Griechenland und Rom bis zu den dänischen Klostergärten. Hierzulande hat das Kraut eine lange Geschichte in der Volksmedizin, die bis ins Mittelalter zurückreicht, wo es für seine beruhigenden Eigenschaften geschätzt wurde.

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Heute ist Kamille vor allem als milder, koffeinfreier Tee bekannt, doch die kleine Blüte mit den weißen Blütenblättern und der gelben Mitte ist weit vielseitiger als das. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die Geschichte, den Geschmack, die kulinarischen Anwendungen und den Anbau der Kamille unter dänischen Bedingungen — und nicht zuletzt auf den Unterschied zwischen Echter und Römischer Kamille.

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Geschichte und Herkunft
Kamille begleitet den Menschen seit Jahrtausenden. Der Name stammt vom griechischen chamaimelon, was „Erdapfel“ bedeutet — eine Anspielung auf den charakteristischen Apfelduft der Blüte. Im alten Ägypten wurde die Pflanze mit dem Sonnengott verbunden, und sowohl Griechen als auch Römer nutzten sie fleißig in ihrer Kräutermedizin.
Von Klostergärten in dänische Stuben
Im Mittelalter wurde Kamille in Klostergärten in ganz Europa angebaut, auch in Dänemark, wo Mönche und Nonnen sie für medizinische Zwecke nutzten. Hierzulande fand das Kraut seinen Weg in die Volksmedizin und die Hausapotheke, wo es gegen alles von Verdauungsbeschwerden bis Hautreizungen in Form von Tee, Tinkturen und Salben verwendet wurde. Die Kamillenblüte wurde zugleich zu einem Symbol für Sonne und Sommer und ist noch heute ein fester Anblick in dänischen Gärten und auf Feldern.
Echte und Römische Kamille
Es gibt mehrere Varianten, aber die beiden wichtigsten sind die Echte Kamille (Matricaria chamomilla, auch Matricaria recutita genannt) und die Römische Kamille (Chamaemelum nobile). Die Echte Kamille ist das klassische Teekraut, das in Dänemark am weitesten verbreitet ist. Sie ist an ihren kleinen weißen Blüten mit gelber, gewölbter Mitte zu erkennen. Die Römische Kamille ist mehrjährig, hat ein intensiveres und leicht bitteres Aroma und wird häufiger in der Aromatherapie und Kosmetik verwendet. Hinzu kommt die wilde Kamille, die in der Natur vorkommt, aber eine mildere Wirkung hat.
- Echte Kamille: am häufigsten in Tee und Küche verwendet
- Römische Kamille: oft in Aromatherapie und Kosmetik genutzt
- Wilde Kamille: kommt in der Natur vor, milder in Geschmack und Wirkung
Geschmack und Aroma
Kamille hat einen weichen, süßlichen Geschmack mit deutlichen Noten von Apfel, Honig und Wiesenblumen. Gerade der Apfelduft ist die Signatur des Krauts und gab ihm seinen griechischen Namen. Hinter dem Aroma stehen die ätherischen Öle der Blüte, darunter Bisabolol und Chamazulen, die dem echten Kamillenöl seine charakteristische bläuliche Farbe verleihen.
Die Echte Kamille ist die mildeste und honigsüßeste der Varianten, während die Römische Kamille kräftiger und bitterer schmeckt. Die Aromastoffe sind flüchtig und verflüchtigen sich leicht beim starken Kochen, und deshalb lässt man Kamille immer ziehen, statt sie zu kochen — sowohl im Tee als auch beim Kochen.
Kulinarische Verwendung
Kamille ist vor allem als Tee bekannt, doch das blütensüße Aroma der Blume kann weit mehr als eine Tasse heißes Wasser bereichern. Der delikate Geschmack passt besonders zu süßen Gerichten, denen er einen Hauch von Wiese und Sommer verleiht.
In der dänischen Küche
Hierzulande ist Kamillentee die klassische Verwendung — ein koffeinfreies Getränk, das besonders an kalten Winterabenden genossen wird. Doch Kamille lässt sich auch in Gebäck, Sirup und Sahne einziehen für einen subtilen Blütengeschmack, und ganze getrocknete Blüten sind sowohl schön als auch aromatisch als Dekoration auf Kuchen und Desserts.
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Tips og tricks fra forfatteren: Morten Jensen
International
In Südeuropa und Lateinamerika wird Kamille (spanisch manzanilla, „kleiner Apfel“) als alltäglicher Kräutertee nach den Mahlzeiten getrunken, um die Verdauung zu unterstützen. Die Blüte findet sich auch in honigbasierten Getränken und in Gebäck, wo ihre süße Note gut mit Zitrus und Vanille harmoniert.
So verwendest du Kamille in der Küche
Lass Kamille immer ziehen, statt sie zu kochen, damit die flüchtigen Aromastoffe erhalten bleiben — 5 Minuten in fast kochendem Wasser reichen für einen Tee. Kamille lässt sich auch in Ölen oder Essigen ausziehen für Dressings oder in Sahne und Sirup für Desserts einziehen.
- Kamille-Aufgüsse in Gebäck für einen subtilen Blütengeschmack
- Kamillenöl und Kamillenessig für Dressings und Marinaden
- Kamillensirup für Desserts, Getränke und Limonade
- Ganze getrocknete Blüten als essbare Dekoration auf Kuchen
Gesundheitliche Vorteile
Neben ihrem kulinarischen Wert wird Kamille traditionell für ihre beruhigenden Eigenschaften verwendet. Das Folgende ist Allgemeinwissen über die traditionelle Verwendung des Krauts und keine Gesundheitsberatung.
Beruhigung und Schlaf
Kamillentee ist koffeinfrei und wird traditionell verwendet, um Entspannung und einen guten Nachtschlaf zu fördern. Die Blüte enthält das Flavonoid Apigenin, das oft mit dem beruhigenden Ruf des Krauts in Verbindung gebracht wird. Eine Tasse warmer Kamillentee ist daher ein bekannter Teil vieler Abendroutinen.
Verdauung
Kamille wird traditionell auch verwendet, um den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen. Das milde Kraut wird oft nach den Mahlzeiten getrunken, um Blähungen und einen unruhigen Magen zu lindern, und es ist Bestandteil vieler verdauungsfördernder Teemischungen zusammen mit Fenchel und Pfefferminze.
Sicherheit und Vorsichtsmaßnahmen
- Personen mit einer Allergie gegen Korbblütler (z. B. Beifuß, Chrysanthemen und Margeriten) können auf Kamille reagieren
- Kamille kann in seltenen Fällen die Wirkung bestimmter Medikamente beeinflussen
- Schwangere, Stillende und Personen mit einer Dauermedikation sollten vor regelmäßiger Anwendung mit einer medizinischen Fachperson sprechen
Anbau
Kamille lässt sich leicht im dänischen Garten anbauen. Sie ist hierzulande einjährig und übersteht selten einen harten Winter, doch sie sät sich bereitwillig selbst aus, wenn man einige Blüten in Samen gehen lässt. Die Pflanze gedeiht in voller Sonne und leichtem, gut durchlässigem Boden.
Wachstumsbedingungen
- Licht: mindestens 6 Stunden Sonne täglich für die meisten Blüten; verträgt leichten Halbschatten
- Boden: leicht, gut durchlässig und neutral bis schwach basisch; vermeide schweren, staunassen Boden
- Gießen: gleichmäßig, aber sparsam — lass die Oberfläche zwischen den Wassergaben abtrocknen
- Töpfe: verwende Töpfe mit Drainage und Blähtonkugeln und schütze sie vor starkem Wind
So baust du Kamille an
Gesamtzeit: 4-6 Wochen
- Voranzucht
Beginne drinnen im März–April bei 15–20 °C. Die Samen sind Lichtkeimer, decke sie daher nur leicht ab. Halte den Boden gleichmäßig feucht. Keimzeit 7–14 Tage.
- Pikieren
Wenn die Keimlinge 2–3 Blätter haben, pikiere sie in kleine Töpfe mit leichtem, gut durchlässigem Boden. Sorge für gute Luftzirkulation.
- Abhärten
Stelle die Pflanzen 3–5 Tage an einen geschützten Ort, um sie an Sonne und Wind zu gewöhnen.
- Auspflanzen
Pflanze nach dem letzten Nachtfrost aus (typischerweise Mitte/Ende Mai). Abstand ca. 20 cm. Volle Sonne oder leichter Halbschatten und gut durchlässiger Boden.
- Gießen und Düngen
Gieße gleichmäßig, aber sparsam, und lass die Oberfläche zwischen den Wassergaben abtrocknen. Eine leichte organische Düngung zu Beginn der Wachstumssaison ist ausreichend.
- Entspitzen und Ernte
Kneife die Triebspitzen für dichten, buschigen Wuchs aus und entferne verwelkte Blüten, um die Blüte zu verlängern. Ernte die Blütenköpfe, bevor sie ganz aufgeblüht sind.
Aufbewahrung
Ernte die Blütenköpfe kurz vor der vollen Blüte, während die Blütenblätter noch waagerecht stehen. Schneide die Blüten am Morgen, wenn der Tau verschwunden ist, und lass etwas Stängel stehen.
Trocknen
Trockne die Blüten in dünnen Schichten auf einem sauberen Tuch oder in kleinen Sträußen, aufgehängt an einem trockenen, dunklen Ort mit guter Luftzirkulation. Wende sie regelmäßig. Wenn die Blüten ganz trocken sind, bewahre sie in dicht schließenden Gläsern oder Dosen fern von Licht auf.
Haltbarkeit und Einfrieren
- Richtig getrocknete Blüten halten 6–12 Monate im luftdichten Glas
- Frische Blüten lassen sich in kleinen Portionen einfrieren
- Die Blüten lassen sich auch in Öl oder Essig ausziehen für längere Haltbarkeit
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Ausstattung und Produkte
Kamille und Honig sind ein klassisches Paar — die Süße des Honigs rundet die leichte Bitterkeit des Krauts ab, sowohl in einem Abendtee als auch in Desserts. Unser Bornholmer Honningsyp 32% – 35 cl ist eine naheliegende Begleitung, wenn du mit der blütensüßen Seite der Kamille in einem warmen Getränk oder einer Dessertsauce spielen möchtest.
Häufig gestellte Fragen
Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) ist die einjährige Pflanze mit dem klassischen, süßlichen Teekraut-Geschmack und wird vor allem für Tee und zum Kochen verwendet. Die Römische Kamille (Chamaemelum nobile) ist mehrjährig, hat ein bittereres und intensiveres Aroma und wird häufiger in der Aromatherapie und Kosmetik verwendet.
Die Echte Kamille ist einjährig und übersteht im Freiland normalerweise keinen harten Winter. Sie sät sich jedoch leicht selbst aus und taucht oft wieder auf. Töpfe lassen sich frostfrei bei 5–10 °C mit sparsamem Gießen überwintern.
Leichter Halbschatten ist möglich, aber Blüte und Aroma fallen schwächer aus. Für die meisten Blüten braucht es volle Sonne mit mindestens 6 Stunden Licht täglich.
Tee und kulinarische Mengen werden in der Regel gut vertragen. Personen mit einer Allergie gegen Korbblütler wie Beifuß, Chrysanthemen und Margeriten können empfindlicher reagieren, und Schwangere, Stillende und Personen unter Medikation sollten vor regelmäßiger Anwendung mit einer medizinischen Fachperson sprechen.
Baue die Pflanze in voller Sonne und magerem, gut durchlässigem Boden an. Ernte die Blüten kurz vor der vollen Blüte und trockne sie schonend. Gib die Kamillenblüten spät in den Tee oder die Infusion, um die flüchtigen Aromastoffe zu bewahren.
Fakten über Kamille
| Feld | Wert |
|---|---|
| Dänischer Name | Kamille |
| Lateinischer Name | Matricaria chamomilla (Syn. M. recutita) |
| Familie | Korbblütler (Asteraceae) |
| Pflanzentyp | Einjähriges Kraut |
| Höhe | 10–40 cm |
| Winterhärte | Nicht frosttolerant; sät sich bei mildem Wetter oft selbst aus |
| Licht | Volle Sonne bis leichter Halbschatten |
| Boden | Leicht bis sandig, gut durchlässig und neutral |
| Aussaat/Pflanzung | März–Mai (Voranzucht) oder April–Juni (Direktsaat) |
| Blüte | Juni–Oktober |
| Ernte | Juni–Oktober; pflücke die Blüten kurz vor der vollen Blüte |
| Geschmack | Süß, apfelig mit Honig- und floralen Noten |
| Kulinarische Verwendung | Tee, Aufgüsse, Sirup, Butter, Essig, Dessertdekoration |
| Aufbewahrung | Getrocknete Blüten im luftdichten Glas; kann eingefroren oder in Öl ausgezogen werden |