Lorbeerblätter sind ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Küchen und seit Jahrhunderten fester Teil sowohl der mediterranen als auch der deutschen Küche. Sie sind bekannt für ihren charakteristischen, aromatischen Duft und für ihre vielseitige Verwendung als Küchenkraut in frischer wie getrockneter Form.

Werbung: Die Seite zeigt Anzeigen und enthält Werbelinks (Affiliate-Links). Unsere Werbepartner finden Sie hier.
Das Lorbeerblatt stammt von der Pflanze Laurus nobilis, auch echter Lorbeer genannt. In diesem Beitrag schauen wir uns an, woher das Blatt kommt, wie es schmeckt, wie du es beim Kochen verwendest, wie du es selbst anbaust und trocknest und nicht zuletzt, warum die Blätter vor dem Servieren immer entfernt werden.

Forventet læsetid: 6 Minuten
Was sind Lorbeerblätter?
Lorbeerblätter stammen vom immergrünen Lorbeerbaum (Laurus nobilis), der zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) gehört. Die Blätter sind ledrig, dunkelgrün und länglich und geben beim Kochen ein warmes, würziges Aroma ab. Es ist wichtig, echten Lorbeer von Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) zu unterscheiden, der giftig ist und nicht für Speisen verwendet werden darf.
Frisch oder getrocknet
Lorbeerblätter werden sowohl frisch als auch getrocknet verwendet. Getrocknete Blätter haben einen runderen, konzentrierteren Geschmack und sind die, die die meisten aus dem Gewürzregal kennen. Frische Blätter sind kräftiger und etwas bitterer, daher sollten sie mit Bedacht dosiert werden. Beiden gemeinsam ist, dass die Blätter ihren Geschmack langsam während des Garens abgeben.
Geschichte und Herkunft
Die Antike
Der Lorbeer stammt aus dem Mittelmeerraum und hat eine reiche Kulturgeschichte. Im antiken Griechenland und Rom war der Lorbeerkranz ein Symbol für Sieg und Ehre, und Sieger in Sport und Dichtkunst wurden mit Lorbeerzweigen gekrönt. Das Wort „Laureat“ stammt genau daher. Neben der symbolischen Bedeutung wurden die Blätter früh als Gewürz und Heilpflanze geschätzt.
Verbreitung in der deutschen Küche
Durch den Handel verbreitete sich das Lorbeerblatt in ganz Europa und wurde zu einem festen Bestandteil des deutschen Gewürzschranks. In der deutschen Küche ist es besonders aus braunen Soßen, Sud zum Einlegen, Marinaden und langen Schmorgerichten bekannt, denen es eine subtile, aromatische Tiefe verleiht. Heute finden sich getrocknete Lorbeerblätter das ganze Jahr über in praktisch jeder deutschen Küche.
Geschmack und Aroma
Lorbeerblätter haben ein warmes, leicht balsamisches Aroma mit Noten von Eukalyptus, Nelken und einer leichten Bitterkeit. Der Geschmack ist nicht dominant, sondern baut Tiefe auf und rundet die übrigen Aromen eines Gerichts ab. Das Aroma wird langsam freigesetzt, was die Blätter ideal für Gerichte mit langer Garzeit macht, etwa Suppen, Schmorgerichte und Fonds.
Da die Blätter selbst nach langem Kochen hart und ledrig bleiben, werden sie nie im Ganzen gegessen. Sie geben während des Garens Geschmack ab und werden immer entfernt, bevor das Gericht serviert wird.
Kulinarische Verwendung
Lorbeerblätter sind ein vielseitiges Küchenkraut, das in vielen verschiedenen Küchen verwendet wird. Die Blätter geben ihren Geschmack langsam ab, was sie perfekt für Gerichte macht, die eine längere Garzeit erfordern.
Wichtig: Lorbeerblätter müssen immer vor dem Servieren entfernt werden. Sie werden beim Garen nicht weich und bleiben hart mit scharfen Kanten, daher sollten sie nicht im Ganzen gegessen werden. Zähle die Blätter am besten, wenn du sie in den Topf gibst, damit du sicher alle wieder herausfischst.
In der deutschen Küche
- Suppen und Schmorgerichte: Gib 1-2 Lorbeerblätter zu Beginn des Garens hinzu und entferne sie vor dem Servieren.
- Braune Soßen: Ein einzelnes Blatt verleiht klassischen deutschen Soßen zusammen mit Pfefferkörnern und Zwiebeln Tiefe.
- Frikadellen und Fleischgerichte: Wird oft in Kombination mit Pfefferkörnern verwendet, wenn man Fleischgerichte wie Frikadellen und Schmorfleisch zubereitet.
- Einlegen: Eine klassische Zutat beim Einlegen, wo sie dem Sud rund um Rote Bete und Gurken Tiefe verleiht.
International
Der Lorbeer ist ein tragender Bestandteil des französischen Bouquet garni, des kleinen Kräuterbundes, der Fonds und Saucen aromatisiert. In der mediterranen Küche findet sich das Blatt in Tomatensaucen, Reisgerichten und Marinaden, und in der indischen Küche wird eine verwandte Lorbeerart (Tej Patta) in würzigen Currygerichten verwendet. Gemeinsam ist ihnen, dass das Blatt immer mitgekocht und vor dem Servieren wieder herausgefischt wird.
Im Airfryer
Lorbeer lässt sich auch im Airfryer verwenden. Lege ein paar getrocknete Blätter zwischen die Schwarten eines Schweinebratens oder platziere ein Blatt unter einem Stück Fleisch, damit das Aroma während des Garens in das Gericht zieht. Auch hier gilt die Regel: Entferne die Blätter, bevor du servierst.
Prøv at lægge tørrede laurbærblade mellem sværene på flæskestegen, inden du sætter den i airfryeren. Bladene tilfører en subtil, aromatisk smag, der komplementerer det sprøde svær og det saftige kød perfekt. Husk at fjerne bladene inden servering.
Tips og tricks fra forfatteren: Morten Jensen
Anbau
Auch wenn sich getrocknete Lorbeerblätter leicht kaufen lassen, ist es eine lohnende Erfahrung, seinen eigenen Lorbeerbaum zu ziehen. Die Pflanze eignet sich gut für Kübel, sodass sie im mitteleuropäischen Klima über den Winter hereingeholt werden kann, wo sie im Freiland nicht sicher winterhart ist.
So baust du Lorbeer an
Gesamtzeit: 1-2 Saisons
- Standort wählen
Wähle einen sonnigen Standort mit mindestens 6 Stunden Sonnenlicht täglich. Pflanze in einen Kübel, damit der Baum im Winter hereingeholt werden kann.
- In gute Erde pflanzen
Verwende gut durchlässige, gerne leicht sandige Erde, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen. Ein Kübel mit Abzugsloch ist ideal.
- Gießen und düngen
Gieße regelmäßig, besonders solange der Baum jung ist, aber vermeide Staunässe. Gib in der Wachstumssaison etwas Dünger.
- Schneiden und überwintern
Schneide regelmäßig für eine buschige Pflanze mit vielen Blättern und hole den Baum im Winter in einen frostfreien Raum.
Ernte und Lagerung
Ernte
Lorbeerblätter können das ganze Jahr über geerntet werden, aber die besten Blätter stammen von voll ausgereiften Trieben. Junge Blätter haben nicht denselben kräftigen Geschmack wie ältere, lass die Blätter daher vor der Ernte ausreifen. Schneide reife Blätter mit einer scharfen Schere ab, damit du die Pflanze nicht beschädigst.
Trocknen und Lagerung
- Trocknen: Breite die Blätter in einem gut belüfteten Raum aus oder binde sie zu kleinen Bündeln und hänge sie für ein paar Wochen in einen trockenen, dunklen Raum.
- Lagerung: Bewahre die trockenen Blätter in einem luftdichten Behälter fern von direktem Sonnenlicht auf, um Aroma und Geschmack möglichst lange zu erhalten.
- Haltbarkeit: Getrocknete Lorbeerblätter behalten ihren Geschmack am besten bis zu einem Jahr, danach lässt das Aroma allmählich nach.
Medizinische Anwendungen
Neben der kulinarischen Verwendung haben Lorbeerblätter eine lange Geschichte in der Volksmedizin. Sie wurden traditionell wegen ihrer verdauungsfördernden Eigenschaften genutzt, unter anderem als milder Tee, der Blähungen lindern soll. Das Aroma wurde auch bei Erkältungen zur Dampfinhalation verwendet. Die moderne Studienlage ist jedoch begrenzt, und die Blätter sollten in erster Linie als Gewürz betrachtet werden.
Nimm immer Lebensmittel als Ausgangspunkt und suche bei Krankheit ärztlichen Rat. Dies ist keine medizinische Beratung.
Probiere dieses Rezept
Lorbeerblätter eignen sich gut für Marinaden, in denen sie ihre aromatische Tiefe langsam an das Fleisch abgeben. Ein oder zwei Blätter in der Marinade heben den Gesamtgeschmack, ohne ihn zu übertönen. Probiere das Prinzip in unserem Balsamico-marinierten Hähnchen aus dem Airfryer aus und denke daran, eventuelle Lorbeerblätter vor dem Servieren wieder herauszufischen.
Ausrüstung und Produkte
Wenn du dir Zeit sparen möchtest, Marinaden mit Lorbeer und anderen Gewürzen selbst anzurühren, ist eine fertige Qualitätsmarinade ein guter Ausgangspunkt. Shawarma-Marinade von Ottolenghi bietet eine aromatische Basis für Fleisch im Airfryer, die du leicht mit ein paar Lorbeerblättern für extra Tiefe weiterentwickeln kannst.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Lorbeerblätter werden beim Garen nicht weich und bleiben hart mit scharfen Kanten. Sie geben unterwegs Geschmack ab, werden aber immer herausgefischt und entfernt, bevor das Gericht serviert wird. Sie sollten nicht im Ganzen gegessen werden.
Ja, aber frische Blätter haben einen kräftigeren und etwas bittereren Geschmack als getrocknete. Verwende etwas weniger frische Blätter oder lass sie etwas kürzer ziehen.
Für einen normalen Topf oder eine Suppe reichen in der Regel 1-2 Blätter. Der Geschmack ist kräftig und wird langsam abgegeben, sodass mehr Blätter schnell dominant werden können.
Bewahre getrocknete Lorbeerblätter in einem luftdichten Behälter fern von Licht und Wärme auf. So behalten sie ihr Aroma am besten, typischerweise bis zu einem Jahr.
Nein. Nur echter Lorbeer (Laurus nobilis) wird in Speisen verwendet. Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), der oft als Heckenpflanze genutzt wird, ist giftig und darf niemals zum Kochen verwendet werden.
Fakten über Lorbeerblätter
| Feld | Wert |
|---|---|
| Deutscher Name | Lorbeerblätter |
| Lateinischer Name | Laurus nobilis |
| Familie | Lorbeergewächse (Lauraceae) |
| Pflanzentyp | Immergrüner Baum/Strauch |
| Herkunft | Mittelmeerraum |
| Licht | Volle Sonne |
| Boden | Gut durchlässig, leicht sandig |
| Winterhärte | In Mitteleuropa im Freiland nicht sicher; am besten im Kübel |
| Ernte | Das ganze Jahr über; reife Blätter |
| Geschmack | Warm, balsamisch, leicht bitter |
| Kulinarische Verwendung | Suppen, Soßen, Marinaden, Einlegen |
| Wichtig | Wird immer vor dem Servieren entfernt |
| Lagerung | Getrocknet im luftdichten Glas, vor Licht geschützt |