Kichererbsen (Cicer arietinum), auch bekannt als Garbanzobohnen oder Gram, sind runde, beigefarbene Hülsenfrüchte mit einem nussigen Geschmack und einer festen, cremigen Textur. Sie sind die Grundlage von Hummus und Falafel und sind seit Tausenden von Jahren ein wichtiges Nahrungsmittel.

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Heute werden Kichererbsen in allem von Salaten und Eintöpfen bis hin zu Snacks und Backwaren verwendet. In diesem Lexikoneintrag erhältst du eine gründliche Einführung in Kichererbsen: wie sie verwendet werden, wie sie in deutschen Gärten angebaut werden und warum sie so gesund und nachhaltig sind.

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Geschichte und Herkunft
Was sind Kichererbsen?
Kichererbsen sind die Samen der Pflanze Cicer arietinum, die zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) gehört. Es gibt zwei Haupttypen: den großen, hellen Kabuli-Typ mit glatter Schale, der in Europa und Nordamerika am weitesten verbreitet ist, und den kleineren, dunkleren Desi-Typ mit stärker gerunzelter Schale, der in Südasien und Äthiopien vorherrscht. Der Name Kichererbse geht auf das lateinische cicer zurück, aus dem der erste Wortbestandteil Kicher hervorging, und ist im Deutschen seit Langem gebräuchlich. Im Englischen werden sie je nach Region sowohl chickpeas als auch garbanzo beans genannt.
Frühe Geschichte und Verbreitung
Kichererbsen gehören zu den ältesten kultivierten Hülsenfrüchten. Archäologische Funde zeigen, dass sie vor 8.000 bis 10.000 Jahren in Südwestasien angebaut wurden, insbesondere in der Region um die heutige Türkei und Syrien, wo man sowohl wilde als auch domestizierte Formen gefunden hat. Von dort verbreiteten sie sich in die Mittelmeerländer, nach Nordafrika und Indien, wo sie noch immer eine zentrale Rolle in der Küche spielen.
In Europa wurden Kichererbsen im antiken Griechenland und Rom beliebt, und im Mittelalter baute man sie in Spanien, Italien und Frankreich an. Heute ist Indien der weltweit größte Produzent und Verbraucher von Kichererbsen, und sie werden auch in landwirtschaftlichen Systemen von Australien bis Kanada angebaut.
Geschmack und Aroma
Kichererbsen haben einen milden, leicht nussigen Geschmack und eine feste Konsistenz, die sie für warme wie kalte Gerichte geeignet macht. Beim Kochen werden sie cremig, behalten aber einen leichten Biss. Kichererbsenmehl verleiht Backwaren und Pfannkuchen einen vollen, leicht süßlichen Geschmack, während die grünen, unreifen Kichererbsen wie frische Erbsen schmecken.
Der neutrale Geschmack sorgt dafür, dass Kichererbsen leicht das Aroma von Gewürzen und Saucen aufnehmen. Sie harmonieren besonders gut mit Tahin, Zitronensaft, Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander, Paprika, Chili, Zimt und frischen Kräutern wie Petersilie und Minze.
Kulinarische Verwendung
Kichererbsen sind in der Küche unglaublich vielseitig. Sie können ganz, püriert, gebraten oder zu Mehl gemahlen verwendet werden und kommen in Küchen auf der ganzen Welt zum Einsatz.
- Hummus: Der klassische Dip wird aus gekochten Kichererbsen, Tahin, Zitrone, Knoblauch und Olivenöl zubereitet. Als Dip zu Brot oder Gemüse servieren.
- Falafel: Kleine Bällchen aus rohen, eingeweichten Kichererbsen, Zwiebeln, Kräutern und Gewürzen, frittiert oder gebacken.
- Salate: Gib gekochte Kichererbsen für zusätzliches Protein und Konsistenz in grüne Salate, Quinoa- oder Couscous-Salate.
- Eintöpfe und Suppen: Kichererbsen passen gut in indische Currys, marokkanische Tagines, italienische Minestrone und spanische Cocidos.
- Geröstete Kichererbsen: Gekochte Kichererbsen lassen sich im Ofen oder im Airfryer mit Öl und Gewürzen zu einem knusprigen Snack rösten.
- Kichererbsenmehl: Wird für Socca und Farinata (dünne Pfannkuchen), Besan Chilla (indische Pfannkuchen), Kuchen, Pasta und als veganes Bindemittel verwendet.
- Aquafaba: Das Wasser von gekochten Kichererbsen oder aus der Dose lässt sich als veganer Ersatz für Eiweiß in Baiser und Backwaren aufschlagen.
In der deutschen Küche
In deutschen Küchen haben Kichererbsen als fleischlose Proteinquelle an Beliebtheit gewonnen. Sie werden in hausgemachtem Hummus, in Salaten, in veganen Frikadellen und als geröstete Kichererbsen aus dem Airfryer verwendet. Aquafaba, das zähflüssige Kochwasser, dient als veganer Ersatz für Eiweiß in Baiser, Soufflé und Mousse.
International
Kichererbsen haben eine reiche kulinarische Tradition. Im Nahen Osten bilden sie die Grundlage für Hummus und Falafel. In Indien werden sie in Gerichten wie Chana Masala verwendet, wo sie in einer aromatischen Tomatensauce mit Garam Masala und Ingwer köcheln. In Italien werden sie zu Mehl gemahlen und für den dünnen, knusprigen Pfannkuchen Socca (auch Farinata genannt) verwendet. In Spanien und Portugal sind Kichererbsen Bestandteil von Eintöpfen wie Cocido, und in Nordafrika werden sie in Couscous-Gerichten verwendet.
Gute Kombinationen
- Gewürze: Kreuzkümmel, Koriander, Paprika, Kurkuma, Kardamom, Chili, Zimt, Piment und Sumach.
- Kräuter: Petersilie, Korianderblätter, Dill, Minze, Thymian und Rosmarin.
- Säuernde Zutaten: Zitronensaft, Limette, Joghurt oder Tamarinde.
- Fette: Tahin, Olivenöl, Butter, Ghee und Kokosmilch.
- Gemüse: Tomaten, Aubergine, Spinat, grüne Bohnen, Zwiebeln, Knoblauch, Süßkartoffeln und Granatapfelkerne.
- Getreide und Hülsenfrüchte: Reis, Couscous, Bulgur, Quinoa, Linsen und schwarze Bohnen.
- Käse und Milchprodukte: Feta, Halloumi, Joghurt und Labneh.
Vorbereitung und Zubereitung
Kichererbsen können getrocknet oder vorgekocht in der Dose gekauft werden. Getrocknete Kichererbsen haben den besten Geschmack und die beste Textur, erfordern aber etwas Vorbereitung. Dosenkichererbsen sind schnell und einfach, enthalten aber oft Salz und sollten daher vor der Verwendung abgespült werden. Kichererbsen sollten niemals roh gegessen werden, da sie Lektine und andere Antinährstoffe enthalten, die erst durch Einweichen und Kochen neutralisiert werden.
So weichst du getrocknete Kichererbsen ein und kochst sie
Gesamtzeit: 8-12 Stunden + Kochen
- Sortieren und abspülen
Durchsuche die getrockneten Kichererbsen nach kleinen Steinen und beschädigten Samen und spüle sie in kaltem Wasser ab.
- Einweichen
Lege die Kichererbsen in reichlich kaltes Wasser, mindestens die dreifache Wassermenge, und lass sie 8 bis 12 Stunden oder über Nacht ziehen. Das verkürzt die Kochzeit und macht sie verträglicher. Wenn es schnell gehen muss, kannst du kochendes Wasser darüber gießen und sie 1 Stunde stehen lassen.
- Wasser wegschütten
Gieße das Einweichwasser ab und spüle die Kichererbsen. Verwende das Einweichwasser nicht zum Kochen, da es gelöste Oligosaccharide enthält.
- Kochen
Gib die Kichererbsen in einen Topf mit frischem Wasser, das etwa 3 cm über den Bohnen steht. Bringe es zum Kochen, schöpfe den Schaum ab und lass sie zugedeckt 60 bis 90 Minuten köcheln, bis sie weich, aber noch fest sind. Im Schnellkochtopf oder Instant Pot dauert es nur 25 bis 30 Minuten. Salze erst gegen Ende.
- Fertig zur Verwendung
Lass die Kichererbsen abtropfen und verwende sie direkt in Rezepten oder friere sie portionsweise ein. Bewahre das Kochwasser (Aquafaba) gern zum Backen auf.
Hinweis: Falafel wird traditionell aus rohen, eingeweichten Kichererbsen hergestellt, die zu einer Masse gemahlen und gebraten werden. Die hohe Hitze beim Braten baut die Lektine ab. Die einfachste Abkürzung im Alltag sind jedoch vorgekochte Kichererbsen aus der Dose: Gib sie in ein Sieb und spüle sie gründlich unter kaltem Wasser ab, um Natrium und Konservierungsflüssigkeit zu entfernen.
Nährwert und Gesundheit
Kichererbsen sind nährstoffreich und liefern eine Vielzahl von Makro- und Mikronährstoffen. Eine Tasse gekochte Kichererbsen (ca. 164 g) enthält etwa 269 Kalorien, 14,5 g Protein, 4,2 g Fett (überwiegend ungesättigt), 45 g Kohlenhydrate, davon 12,5 g Ballaststoffe, sowie beträchtliche Mengen an Folat, Eisen, Magnesium, Kalium, Phosphor und Mangan. Sie sind außerdem eine Quelle für B-Vitamine.
Wichtige Nährstoffe pro 100 g
- Protein: ca. 9 g pro 100 g (gekocht); Kichererbsen sind eine gute pflanzliche Proteinquelle
- Ballaststoffe: ca. 7 bis 8 g pro 100 g (gekocht), sowohl lösliche als auch unlösliche
- Mineralstoffe: Folat, Eisen, Magnesium, Kalium, Phosphor und Mangan
- Fett: niedrig und überwiegend ungesättigt
Gesundheitliche Vorteile
- Blutzuckerregulierung: Kichererbsen haben einen niedrigen glykämischen Index und enthalten resistente Stärke und lösliche Ballaststoffe, die die Aufnahme von Glukose verlangsamen und zur Stabilisierung des Blutzuckers beitragen können.
- Verdauung: Der hohe Ballaststoffgehalt fördert eine gesunde Darmflora und kann Verstopfung vorbeugen. Lösliche Ballaststoffe werden von Darmbakterien in kurzkettige Fettsäuren umgewandelt, die den Darmzellen zugutekommen.
- Herzgesundheit: Kichererbsen sind cholesterinfrei und enthalten Pflanzensterine und ungesättigte Fette. Kalium und Magnesium tragen zu einem gesunden Blutdruck bei.
- Gewichtskontrolle: Die Kombination aus Protein und Ballaststoffen steigert das Sättigungsgefühl und kann zur Gewichtsregulierung beitragen.
- Wichtige Mikronährstoffe: Folat ist wichtig für die Zellteilung und wird besonders Schwangeren empfohlen.
Obwohl Kichererbsen nährstoffreich sind, sollten Personen mit einer Allergie gegen Hülsenfrüchte vorsichtig sein, und wer Kalium einschränken muss (etwa bei Nierenproblemen), sollte den Verzehr mäßigen. Rohe Kichererbsen enthalten Antinährstoffe wie Lektine und Saponine; Einweichen und Erhitzen reduzieren diese erheblich. Führe Kichererbsen schrittweise in die Ernährung ein und trinke ausreichend Wasser.

Anbau
Kichererbsen sind eine wärmeliebende, aber relativ robuste Pflanze. Sie verträgt leichten Frost, gedeiht aber am besten in warmem, trockenem Klima. In Deutschland können Kichererbsen in den wärmsten und sonnigsten Gebieten im Garten oder im Gewächshaus angebaut werden. Sorten mit kurzer Entwicklungszeit, oft vom Desi-Typ, eignen sich am besten für das nördliche Klima.
Wachstumsbedingungen
- Licht: Volle Sonne ist für Blüte und Hülsenbildung notwendig.
- Temperatur: Verträgt als Jungpflanze leichten Frost, aber Blüten und Hülsen bilden sich am besten bei 18 bis 26 Grad. Große Hitze über 30 Grad kann dazu führen, dass die Blüten abfallen.
- Boden: Leichter, gut durchlässiger Boden mit mäßigem Humusgehalt und einem pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0.
- Bewässerung: Mäßiger Wasserbedarf, gleichmäßige Feuchtigkeit während Keimung und Blüte, aber trockene Bedingungen während der Reife.
- Standort: Warmer, windgeschützter Platz. Die Pflanzen werden ca. 40 bis 60 cm hoch und wachsen buschig, ohne dass eine Rankhilfe nötig ist.
So baust du Kichererbsen Schritt für Schritt an
Gesamtzeit: 80-100 Tage
- Sorte wählen und Boden vorbereiten
Wähle eine schnell reifende Sorte. Kichererbsen gedeihen in leichtem, gut durchlässigem Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0. Gib Kompost hinzu, vermeide aber zu viel Stickstoff, da dieser die Bildung von Wurzelknöllchen hemmt.
- Samen aussäen
Säe direkt ins Freiland, sobald die Bodentemperatur mindestens 10 Grad erreicht und die Gefahr von starkem Frost vorüber ist, typischerweise Ende April oder Anfang Mai. Lege die Samen 3 bis 5 cm tief mit 10 bis 15 cm Abstand.
- Gießen und pflegen
Gieße regelmäßig, besonders während Keimung und Blüte, aber vermeide staunassen Boden. Die Pflanze braucht volle Sonne und Wärme. Entferne Unkraut und decke sie bei Gefahr von Nachtfrost mit Vlies ab.
- Ernten
Kichererbsen reifen 80 bis 100 Tage nach der Aussaat. Ernte frische grüne Hülsen, solange sie prall und grün sind, oder lass die Pflanzen vollständig zu getrockneten Kichererbsen ausreifen. Trockne sie unter einem Dach nach und klopfe die Hülsen aus, um die Samen zu lösen.
Wie andere Hülsenfrüchtler binden Kichererbsen über eine Symbiose mit Bakterien in den Wurzelknöllchen Stickstoff aus der Luft, vermeide daher stickstoffhaltigen Dünger. Lass die Wurzeln nach der Ernte im Boden und wechsle den Anbauort von Jahr zu Jahr. Da Kichererbsen wärmebedürftig sind, fällt der Ertrag in Deutschland oft niedrig aus, ziehe daher den Anbau im Gewächshaus oder Folientunnel in Betracht, wenn du einen größeren Ertrag erzielen möchtest.
Aufbewahrung
Kichererbsen können grün oder getrocknet geerntet werden, und die Aufbewahrung hängt von der Form ab. Wenn du getrocknete Kichererbsen kaufst, sollten sie ganz, nicht rissig und ohne Insektenschäden sein.
Frisch, getrocknet und gekocht
- Frische Hülsen: Am besten sofort verzehren oder höchstens 3 bis 4 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
- Getrocknete Samen: In luftdichten Behältern bis zu einem Jahr aufbewahren. Je länger sie gelagert werden, desto länger die Kochzeit.
- Gekochte Kichererbsen: Halten sich 3 bis 4 Tage im Kühlschrank oder können 2 bis 3 Monate eingefroren werden.
- Kichererbsenmehl: Trocken und luftdicht aufbewahren.
- Dosenkichererbsen: Lange haltbar; prüfe das Haltbarkeitsdatum und vermeide verbeulte oder rostige Dosen.
Nachhaltigkeit und Biodiversität
Kichererbsen sind aus mehreren Gründen nachhaltig. Sie gehen eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien in den Wurzelknöllchen ein, wodurch sie atmosphärischen Stickstoff zum Nutzen von sich selbst und nachfolgenden Kulturen binden können. Das bedeutet, dass oft kein Stickstoffdünger benötigt wird, was den Ausstoß von Treibhausgasen reduziert.
Kichererbsen benötigen außerdem relativ wenig Wasser im Vergleich zu vielen anderen proteinreichen Kulturen und können in halbtrockenen Gebieten angebaut werden, während ihr tiefes Wurzelsystem die Bodenstruktur verbessert. Durch das Abwechseln der Sorten und den Anbau sowohl von Desi- als auch von Kabuli-Typen lässt sich die genetische Vielfalt bewahren. Kichererbsen sind zudem ein wichtiger Bestandteil pflanzenbasierter Ernährungsweisen, die im Allgemeinen eine geringere Umweltbelastung haben als tierisches Protein.
Probiere dieses Rezept
Keine Zutat zeigt die Vielseitigkeit der Kichererbse besser als Falafel. Rohe, eingeweichte Kichererbsen werden zu einer würzigen Masse gemahlen, zu kleinen Bällchen geformt und außen knusprig und innen weich. Im Airfryer erzielst du die knusprige Oberfläche mit weit weniger Öl als beim Frittieren. Probiere unsere Falafel aus dem Airfryer und erlebe, wie einfach Kichererbsen zu einer sättigenden Mahlzeit werden.

Ausstattung und Produkte
Möchtest du das Kochen überspringen, ist fertiger Hummus eine einfache Abkürzung zur cremigen Köstlichkeit der Kichererbse. Unser Hummus wird aus Kichererbsen, Tahin und Olivenöl hergestellt und ist bereit als Dip zu Gemüse oder als cremige Basis in einer Bowl mit gerösteten Kichererbsen aus dem Airfryer.
Häufig gestellte Fragen
Getrocknete Kichererbsen sollten 8 bis 12 Stunden eingeweicht werden, um Kochzeit und Antinährstoffe zu reduzieren. Dosenkichererbsen sind bereits gekocht und müssen nur abgespült werden.
Du kannst einen Schnellkochtopf, Instant Pot oder Slow Cooker verwenden, der die Kochzeit nach dem Einweichen auf 25 bis 30 Minuten reduziert. Alternativ kannst du Kichererbsen vorkochen und portionsweise einfrieren.
Kabuli-Kichererbsen sind größer, heller und haben eine glatte Schale und sind typisch für den Nahen Osten und Europa. Desi-Kichererbsen sind kleiner, dunkler und stärker gerunzelt und in Indien verbreiteter. Desi hat einen höheren Ballaststoffgehalt, während Kabuli milder im Geschmack ist.
Nein. Rohe Kichererbsen enthalten Lektine und andere Stoffe, die Magenprobleme verursachen können. Falafel wird jedoch aus rohen, eingeweichten Kichererbsen hergestellt, die beim Braten erhitzt werden.
Kichererbsen enthalten Oligosaccharide, die von Darmbakterien fermentiert werden und Blähungen verursachen können. Einweichen und längeres Kochen reduzieren den Gehalt, und ein schrittweiser Aufbau in der Ernährung hilft dem Körper, sich daran zu gewöhnen.
Fakten über Kichererbsen
| Feld | Wert |
|---|---|
| Deutscher Name | Kichererbse |
| Lateinischer Name | Cicer arietinum |
| Familie | Hülsenfrüchtler (Fabaceae) |
| Pflanzentyp | Einjährige, buschige Hülsenpflanze |
| Höhe | Typisch 40 bis 60 cm |
| Herkunft | Südwestasien (heutige Türkei und Syrien) |
| Licht | Volle Sonne |
| Boden | Leichter bis mittlerer, gut durchlässiger Boden, pH 6 bis 8 |
| Aussaat/Pflanzung | Direkt im April bis Mai gesät, 3 bis 5 cm tief, 10 bis 15 cm zwischen den Samen |
| Blüte/Ernte | Blüht im Frühsommer; frische Hülsen nach ca. 80 Tagen, getrocknete Samen nach 100 Tagen |
| Kalorien pro 100 g | Ca. 164 kcal (gekocht) |
| Protein pro 100 g | Ca. 9 g (gekocht) |
| Wichtige Nährstoffe | Protein, Ballaststoffe, Folat, Eisen, Magnesium, Kalium, Mangan |
| Geschmack | Nussig und mild, cremige Konsistenz |
| Kulinarische Verwendung | Hummus, Falafel, Salate, Eintöpfe, Snacks, Backwaren, Mehl |
| Einweichzeit | 8 bis 12 Stunden, ggf. kürzer mit Quick Soak |
| Kochzeit | 60 bis 90 Minuten; 25 bis 30 Minuten im Schnellkochtopf |
| Aufbewahrung | Getrocknete Samen luftdicht (1 Jahr); gekocht 3 bis 4 Tage im Kühlschrank oder gefroren 3 Monate |